Besondere Momente

Fanclubstufe in der Stadt- und Kathedralkirche Köthen (2008)

Wir sind seit dem 5.5.2005 ein offizieller Fanclub unserer geliebten Borussia. Als im Frühjahr 2008 ein Stifteraufruf zur Sanierung und farblichen Neugestaltung des Kircheninnenraumes der um 1400 mit dem Bau begonnenen Stadt- und Kathedralkirche St. Jakob zu Köthen(Sachsen-Anhalt) einem Mitglied in die Hände kam, reiften die ersten Überlegungen, sich daran zu beteiligen. Viele schöne Fahrten zu den Spielen Borussias begannen und endeten auf dem Bahnhof der Stadt Köthen. Weit bevor man diesen erreicht, erblickt man das Wahrzeichen der Stadt Köthen, diese Kirche mit ihren Doppeltürmen. Eine Besonderheit bei der Unterstützung der Sanierung war die Möglichkeit, eine Treppenstufe vom Aufgang zur Brücke der Doppeltürme symbolisch zu erwerben und diese mit einem Namensschild zu versehen. Der Preis mit 250€ war für unseren kleinen und recht jungen Fanclub aber zu hoch. Ideen waren gefragt und so reifte der Gedanke, diesen Betrag aus dem Pfandgeld der Kästen und Flaschen zusammen zubekommen. Seit längerem wurde das Leergut, von diversen Fahrten und den gemeinsamen Treffen in der Fangarage zum gemeinsamen Verfolgen der Spiele unserer Borussia, immer mehr. Schließlich wusste keiner mehr, wem was gehörte und so fand der Vorschlag zum Erwerb der Treppenstufe durch das Pfandgeld eine breite Zustimmung. Der Anfang war also gemacht, eine Stufe wurde reserviert und so wuchs mit jedem Spiel unserer Borussia der Betrag in der Spardose stetig an. Als befreundete Borussiafanclubs von diesem Vorhaben erfuhren, gaben diese spontan auch kleine Beträge dazu. Nach der Erfüllung der Mission „Wiederaufstieg“ unserer Mannschaft und der Beginn der Saison 2008/09 hatten auch wir unser Ziel erreicht. Jetzt galt es noch, die Treppenstufe zu gestalten. Auf Anfrage bei Borussia, wurde uns mitgeteilt, dass wir zu unserem Schriftzug die Raute mit verwenden dürfen. Dies ließen wir uns nichtzweimal sagen und so wurde der Entwurf zum Ausfertigen gegeben. Heute ziert die 87.Treppenstufe dieser Entwurf und wir sind Stolz durch kleine Beträge einen großen Beitrag zur Sanierung geschafft zu haben. Der Pfarrer Lauter lud unseren Fanclub später zum Besuch des Wahrzeichens der Stadt ein und zeigte ihnen neben der evangelischen Kirche und der Stufe auch die Fürstengruft mit 40 erhaltenen Prunksärgen des Fürstentums Köthen-Anhalt. Nach dieser gelungenen Aktion suchten wir nach etwas Neuem. Wir entschieden uns für eine Tierpatenschaft für ein Fohlen im Tierpark Dessau. Ziel ist es wieder durch Flaschenpfand einen Förderverein zu unterstützen.

Auch wenn wir nicht in der Nähe unseres Lieblingsvereins leben, tragen wir die Raute immer im Herzen und zeigen diese mit Stolz getreu unserem Motto: „Einmal Borusse – immer Borusse“.

Man kann uns bei vielen Heim- und Auswärtsspielen antreffen, meist in der Nähe unseres Banners. Bei besonderen Spielen nehmen wir auch mal unsere große Schwenkfahne, den  „Union Jack“ mit.

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Eröffnung der Hans-Meyer-Arena in Güsten (24.01.2011)

Am Montag nach der Heimspielniederlage gegen Vizekusen machten sich mehrere Missionare und Borussiafreunde auf den Weg in die Stadt im Tal der Wipper. Trotz vieler Umleitungen, bedingt durch das Hochwasser der Saale, ließen sich die Borussen die Fanfeier mit dem Fernsehsender Sport 1 und Überraschungsgästen nicht entgehen, zu welchem die Freunde des Fanclubs „Ränzelstecher“ eingeladen hatten. Früher hatte die Stadt für die „Kanonenbahn“, militärische Eisenbahnstrecke zwischen Berlin und Metz, eine große Bedeutung. Durch die Lage nördlich der Harzausläufer, waren hier die Lokomotiven für die Harzquerung stationiert. Den Gegenstandort, der an den südlichen Harzausläufern liegt, bildete Sangerhausen. Eine Teilstrecke führte von Güsten über Sangerhausen nach Nordhausen. Aus diesen Städten reisten auch Mitglieder der dort ansässigen Fanclubs an, die Kyffhäuser- und Südharzfohlen, sogar aus Borna folgten Mitglieder der Starken Sachsen der Einladung. Für alle hatte sich die Anreise gelohnt. Der ehemalige Gladbacher Trainer Hans-Joachim Meyer, der unter anderem auch Trainer beim FC Carl Zeiss Jena, FC Rot Weiß Erfurt, FC Karl Marx Stadt und Twente Enschede war, schaute ebenso vorbei, wie die Gladbacher Torwartlegende Wolfgang Kleff, der verletzungsbedingt den 5.Meistertitel verpasste sowie einmal den DFB-Pokal und einmal den UEFA-Cup holte. Seinen Spitznamen „Otto“ bekam Wolfgang Kleff wegen seiner früheren Ähnlichkeit zum Original und im Film Otto – Der Film („Haar will atmen“) hatte er sogar eine Gastrolle. An diesem Abend wurde viel erzählt, diskutiert und gelacht. Mit seinen oft sarkastischen Aussagen erfreute der mittlerweile 68-jährige Hans Meyer die angereisten Fans. Ein weiterer Höhepunkt war die Einweihung der „hans-meyer-arena“ im Garten des Ränzelstecher Heiko. Hans Meyer gab dabei unter anderem zum Besten: „Große Firmen geben den Clubs für verdammt viel Geld ihren Namen…Ich würde meinen für 3 Bratwürstchen geben.“. Der 64-jährige Wolfgang Kleff ließ es sich nicht nehmen, das Eröffnungsspiel zu bestreiten. Gemeinsam wurde anschließend bis spät in die Nacht ausgelassen gefeiert, bis auch diese gelungene Feier endete.

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Mithilfe des Fanclub dürfen 2015 Kinder des TSV Aken mit den Profis auf den Rasen

Das 98-ste Derby gegen die Domstädter wurde auf den diesjährigen Karnevalssamstag gelegt, der auch noch der Valentinstag war. “DAS SPIEL” der Saison hatte einen besonderen Höhepunkt. Mithilfe unseres Fanclubs kam es vorher zum Testspiel der F-Jugend des TSV Elbe Aken aus unserer Region gegen die U9 unserer Borussia auf dem Trainingsgelände in Mönchengladbach. Gemeinsamen gingen sie mit den Profimannschaften vor Spielbeginn auf den „heiligen“ Rasen”. So reisten 2 Busse zu diesem Derby. Der Tag begann 2 Stunden nach Mitternacht für die jungen Kicker des TSV Aken mit seinen Eltern, den Busfahrern Frank und Michael sowie einigen Missionaren. Während die ersten Fahrtteilnehmer sich am Treffpunkt einfanden, musste um diese Uhrzeit ein Missionar eine Verkehrskontrolle mitmachen und so verzögerte sich etwas die Abfahrt. Die Fahrt bis zum „Übernachtungstempel“ in Rheydt verlief problemlos obwohl man die Vorfreude und Aufregung der Kinder im Bus spürte. Nach kurzem Aufenthalt im Hotel ging es weiter zum Fanshop und dann zum Stadion am Borussiapark. Dort war unter der Woche gerade neuer Rollrasen verlegt wurden, was ein Grund dafür gewesen sein kann, dass das Testspiel der jungen Menschen gegen die U9 unserer Borussia auf dem Trainingsgelände stattfand. Das Spiel zeigte eine überlegene und strukturiert spielende Mannschaft, wobei das Ergebnis nebensächlich war, denn der große Auftritt der Kinder aus Aken mit Besuch des Stadioninneren beschäftigte sie wohl zu sehr. Mittlerweile war der zweite Bus am Stadion eingetroffen, man begrüßte sich und führte Gespräche ehe es gemeinsam ins Stadion oder zum Fanhaus ging. Nachdem die Banner platziert waren, entdeckte man die „Einlaufkinder“, die sich vor dem Spiel schon einmal auf die Ersatzbank setzen durften. Pünktlich kamen sie mit den Profifußballern wieder auf den Platz und über der Nordkurve wurde dabei eine Choreographie gezeigt. Der Gästeblock beteiligte sich beim Derby mit einer Pyroshow. Am Ende des Spiels war die Freude über den Derbysieg riesig. Für den einen Bus ging es im Anschluss zurück nach Anhalt und für die anderen ins Hotel. Am Sonntag startete der in Mönchengladbach verbliebene Bus nach dem Frühstück. Es ging aber noch zum Trainingsgelände unserer Fohlen. Dort sahen die jungen Spieler des TSV Elbe Aken mit den mitgereisten Borussen sich noch eine Trainingseinheit der Profimannschaft auf dem Platz an, auf dem sie am Vortag selbst gespielt hatten. Nach dem Training gab es noch Autogramme und Fotos, ehe es zur Mittagszeit soweit war und die Heimreise angetreten wurde. Ohne Stau und andere Zwischenfälle erreichten alle glücklich ihr zu Hause und wieder endete eine schöne Fahrt.

Diskussion Hans Meyer gegen Ede Geyer in Dessau (28.03.2017)

Am letzten Dienstag des Monats März lud ein Dessauer Autohaus zu einer lockeren Gesprächsrunde zwischen Hans Meyer und Eduard Geyer unter dem Motto „Meyer trifft Geyer“ mit Sponsoring einer sächsischen Biermarke ein. Moderiert wurde sie durch Gert Zimmermann, Fußballexperte des Mitteldeutschen Rundfunks von MDR 1 Radio Sachsen und ehemaliger Stadionsprecher bei Dynamo Dresden. Vor 5 Jahren gab es bereits zweimal solch eine Gesprächsrunde mit den beiden Trainerlegenden des Fußball-Ostens, damals in Weinböhla und Nossen, organisiert durch Thomas Veit,dem Avter von Sixten, der auch hier mithalf. In Dessau war solch ein Fußballstammtisch eine Premiere und etwa 500 Fußballinteressierte kamen. Neben erkennbaren Fans von Borussia Mönchengladbach, Energie Cottbus, 1.FC Nürnberg und Dynamo Dresden waren sicher auch etliche andere Fans vertreten, die dies aber nicht zeigten. Beim Gang zum Podium gab es stehende Ovationen für Ede, Hans und Zimmi. Der mit 65 Jahren jüngste im Trio moderierte und der 72 Jahre alte, vor kurzem an der Hüfte operierte, Ede gab dem 74 Jahre alten Hans nicht nur paroli. Man erfuhr von den Kulttrainern des Ostens, denn sie kamen aus dem Osten und eroberten mit ihrer Art den Westen, dass der am 07. Oktober geborene aus Oberschlesien kam und nach dem Krieg in Sachsen heimisch wurde, während der am 03. November geborene aus dem Sudetenland kam und in Thüringen sogar Westfernsehen sah. Weiter ging es über den Beginn als junger Trainer von Hans und manch interessante Anekdoten als letzter Trainer der DDR-Nationalmannschaft durch Ede. Die Zeit verging bis zur Pause wie im Flug und viel Freude bereiteten manche Aussagen. Ein Zuschauer bekam für seine korrekte Antwort einen Rucksack gefüllt mit Artikeln des sächsischen Brauhauses und dann kam die Zeit der Autogramme und Fotos. Nach der Pause teilte der Autohausinhaber persönlich dem Vereinsvorsitzende von Dessau 05 sowie den Zuhörern mit, dass die Eintrittsgelder der Veranstaltung dem Nachwuchs des Vereins gespendet werden. Nach der Pause erzählte Ede von seiner Trainerstation am Balaton und Hans von seiner Verpflichtung als Trainer von Twente Enschede nach der Entlassunmg bei Union Berlin. Ede erzählte davon, dass nach einer Aussage von ihm mit Bezug zu St.Pauli dessen Fans ihn bei einem Gastspiel mit Dynamo Dresden dort den Spruch:” Ede Geyer – der beste Freier” begrüßten und Hans von einer Situation in Hamburg, wo er als Ede Geyer begrüßt wurde. Ede sprach über seine Zeit beim FC Energie Cottbus und Hans von seinen Gefühlen auf den jeweiligen Trainerstationen und dass es nicht förderlich wäre, wenn man als Trainer Fan der jeweiligen Mannschaft sei. Für die Fans von Mönchengladbach gab es von Hans leider kaum interessante Aussagen. Eine betraf den italienischen Fußball und die Aussage, er versteht die geringen Zuschauerzahlen nachdem er das Stadion mit Borussia in Florenz geshen hatte. Er würde dort auch nicht gern hingehen. Nach über 150 Minuten beendete Zimmi die lockere Gesprächsrunde ohne Fragen aus dem Publikum, aber mit drei signierten Fußbällen. Ein Missionar bekam einen und Ralph Hirsch verwies noch auf die kommenden sportlichen Veranstaltungen in der Stadt…

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