Trainingslager

Sommertrainingslager 2009 in Bad Blankenburg

Im Jahr 2009 absolvierten im Juni die Profis von Borussia Mönchengladbach ihr Sommertrainingslager im thüringischen Bad Blankenburg. Ein paar Missionare suchten sich in der Nähe eine Unterkunft und besuchten das Training und das Testspiel in Gotha.

Wintertrainingslager 2010 in Andalusien

Das Wintertrainingslager Anfang Januar 2010 verbrachten die Profis von Borussia Mönchengladbach im Süden Spaniens. Sie waren im La Cala Hotel und Golf Resort und ein Missionar fuhr bei Schneetreiben nach Hannover, setzte sich in ein Flugzeug nach Malaga . Dort warteten zwei Borussen vom Fanclub “ForeverYoung98” und mit dem Leihwagen ging es es dann zum Hotel „Las Palmeras“ nach Fuengirola. Dort verbrachten sie tolle Tage, besuchten das Training und die Testspiele gegen den FC Energie Cottbus und Borussia Dortmund. Gegen den BVB traf man nicht nur Arie van Lent, der bei der jüngeren Borussia sich zum Trainer ausbilden ließ, sondern auch einen Auswanderer aus Dessau wieder, der an der Südspitze Spaniens eine Surfschule betreibt. Was für ein Zufall! Der Höhepunkt war der Fanabend als man über eine Stunde mit der Profimannschaft an Tischen saß und Zeit für kurze Gespräche und Autogramme hatte. So zierte ein Fußball zur WM im Sommer in Südafrika am Ende alle Unterschriften. Am Feiertag der Heiligen Drei Könige, an denen in Spanien ein Umzug stattfindet und die Weihnachtsgeschenke überreicht werden, sahen die Borussen den Umzug in Fuengirola. Am 8. Januar ging es mit dem Flieger wieder zurück nach Hannover. Im Handgepäck war der pralle Fußball und so waren die Beamten bei der Einreise etwas irritiert, dass dies möglich war. Sie nahmen es mit Humor und später ging es mit dem Auto zurück nach Anhalt. Es war eine tolle Reise…

Wintertrainingslager 2011 in Andalusien

Für das Wintertrainingslager 2011 entschied sich die Vereinsführung von Borussia Mönchengladbach wieder für das im letzten Jahr schon besuchte La Cala Hotel und Golf Resort in Andalusien. In diesem Jahr wollten sich 11 Freunde aus den neuen Bundesländern (2 Starke Sachsen, 2 Kyffhäuserfohlen und 7 Missionare) diesen Höhepunkt nicht entgehen lassen und starteten gemeinsam am 03.01. ihre Reise ab dem Sammeltreffpunkt Aken. Dort gab es eine kleine Stärkung und danach ging die Reise auch schon mit 2 Taxikleinbussen in Richtung Abflughafen Berlin-Schönefeld. Die dortige Wartezeit wurde im Irish-Pub überbrückt und da man eine Reservierung hatte, beeilte man sich auch nicht beim Einsteigen. Da man mit einem günstigen Anbieter reiste, wusste keiner, wie dies bei diesem abläuft. Keiner merkte die Extrareihe und das, dass diese Passagiere etwas zeitiger den Flieger betreten durften. Dort wäre auch ihr Treffpunkt gewesen, aber so reihte man sich in die Schlange der auf dem Rollfeld wartenden anderen Passagiere ein. Jeder fand dann einen Platz, auch wenn nicht alle zusammenhängend saßen. Leider hielt sich das Speisenangebot in Grenzen und auch so wurde einiges vermisst, beispielsweise eine Brechtüte. Naja, letztendlich kam man  pünktlich in Malaga  an und auch die Reiseleitung stand bereit. Mit einem Bus ging es dann zum Hotel „Las Palmeras“ nach Fuengirola, welches im Jahr zuvor bereits die Unterkunftsstätte der Borussenfans war, und etwas Trinkgeld landete auch in der „Kollekte“. Nach dem Frischmachen wurde die Umgebung erkundet und der Tag endete direkt gegenüber vom Hotel im „London Pub“. Irgendwann fanden alle den Weg ins Hotelzimmer und am nächsten Morgen ging es mit Kleinbussen zum Trainingsgelände unserer „Stars“. Bei angenehm milden Temperaturen platzierten alle ihre Fanclubfahnen und anschließend sah man sich die Trainingseinheit an, ließ sich danach mit den „Helden“ fotografieren und Autogramme geben, bevor es wieder zurück zum Hotel ging. Am Hafen wurde ein Lokal zum Essen aufgesucht und die „Markenware“ der fliegenden Händler begutachtet. Kurz darauf ging es zur Trainingseinheit am Nachmittag und für den Abend war der Fanabend im Golfresort der Profifussballer angesetzt. Die elf Freunde nahmen an zwei Tischen Platz. An einen gesellte sich Havard Nordtveit und an den anderen Tobias Levels und Michael Bradley. Es folgte ein prägender Spruch, der an Tobias gewandt war: „Un wie biste Wejhnachten noch Hemmejekomme?“ Das Gesicht unsere Nummer 22 war köstlich. Die Ansprache von Max Eberl war treffend, danach folgten angenehme Gespräche mit den Profi, viele Fotos und Autogramme. Es war ein gelungener Abend für jeden Gladbachfan. Am Ende des Abends fand den Weg ins „London Pub“ und die Nacht wurde lang. Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück wieder zum Trainigsgelände und danach gab’s in einem spanischen Restaurant leckere Fleischgerichte. Anschließend besuchten einige das spanische Pokalspiel zwischen Malaga CF und dem FC Sevilla und die anderen suchten den Geocache am „Parque del Castillo“. Am Abend traf man sich, wie gewohnt im London-Pub und da am nächsten Tag der Feiertag „Die heiligen drei Könige“ war, hatte auch das Stangenlokal mal geöffnet. Viele Borussen kannten es noch vom letzten Jahr und so wurde dort bis tief in die Nacht gefeiert. Einige waren sich einig, dass die bis dahin gesehenen Trainingsmethoden schon zu DDR-Zeiten sogar auf Kreisebene trainiert wurden und man lieber mal ausschlafen sollte. Dies wurde teilweise umgesetzt. So starteten einige früh zum Trainingsgelände, einige am Wasser entlang zum Castillo und einige zum Geocache in der Nähe eines andalusischen Wahrzeichens. Gegen Mittag trafen sich alle im Hotel und es wurde noch ein T-Shirt signiert, welches beim Testspiel gegen den spanischen Viertligisten CD Estepona Max Eberl überreicht wurde. Dies sollte helfen, die Mission „Klassenerhalt“ noch zu verwirklichen. Nach ein paar Irrfahrten erreichte man das Sportgelände in Marbella und nachdem die Fanclubfahnen hingen, wurde erst einmal etwas zu trinken besorgt. Das Testspiel war recht zerfahren und der spanische Schiedsrichter zeigte nur so die Roten Karten für den Gegner. Man gewann mühelos und unser Trainer Michael Frontzeck tauschte gleich komplette Mannschaften aus. Der letzte Abend fand wieder im London-Pub sein Ende und nach einer kurzen Nacht stand recht früh der Bus zum Flughafen bereit. Problemlos verlief der Rückflug ins frostige Berlin. Die Taxikleinbusse verspäteten sich zwar ein wenig, aber in Anbetracht der tollen Tage interessierte dies keinen. Glücklich kehrten alle in ihre Heimatstädte zurück und alle waren sich einig, dies war nicht das letzte Trainingslager, welches man besucht hatte.

Wintertrainingslager 2012 an der türkischen Riviera

Für das Wintertrainingslager 2012 entschied sich die Vereinsführung von Borussia Mönchengladbach für die türkische Riviera nach Belek. Vom 07.01.2012 bis 11.01.2012 folgten dorthin auch Missionare. Neben dem Training sahen sie auch das Testspiel gegen Darmstadt und das Ligaspiel von Antalyaspor gegen Kayserispor.

Wintertrainingslager 2013 in Dubai

Die erste Woche des Jahres 2013 war bereits vorbei als die Profis unseres Lieblingsvereins ihr Quartier in den Vereinigten Arabischen Emiraten bezogen. Die Entscheidung für das Wintertrainingslager von Borussia Mönchengladbach in Dubai wurde von der DFL getroffen. Schon seit 2007 entsendet die DFL bestimmte Vereine in jene Länder, in denen sich der deutsche Fußball präsentieren will und diesmal fiel die Wahl auf unseren VfL. Da der Aufenthalt ein Teil der internationalen Vermarktung der Bundesliga ist, konnte die Vereinsführung folglich nur zustimmen und so bereitete sich unsere Mannschaft in der größten Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate am Persischen Golf auf den Rückrundenstart der Bundesliga vor. Als Unterkunft diente das “Meydan Hotel” mit seinen Trainingsplätzen. Als das weltweit erste 5-Sterne-Hotel an einer Pferderennbahn wartet es  mit luxuriösen Zimmern, einem Infinity-Pool auf der Dachterrasse und ein Spa auf. Zu jedem Zimmer gehört jeweils ein eigener Balkon mit Blick auf die Meydan-Rennbahn, welcher für diese 8 Traininsgtage bestimmt einen schönen Ausblick für die 23 Feldspieler und 3 Torhüter unserer Borussia bot. 7 Borussen aus den neuen Bundesländern wollten sich dieses Trainingslager nicht entgehen lassen und so machten sich am 07.Januar 2 Starke Sachsen, 1 Kyffhäuserfohlen und 4 Missionare auf den Weg zum Flughafen Berlin-Tegel.

Montag

Man traf sich in Aken und nach einem Begrüßungstrunk ging es gemeinsam bei frostigen Temperaturen mit dem Taxi nach Berlin. Problemlos erreichte man den Flughafen Berlin-Tegel und auch der Abflugbereich wurde schnell gefunden. Leider fand man kein Lokal im Terminal A und so nutzte man das Angebot eines Standes direkt vor dem Abflugschalter bis es Zeit wurde, ins Flugzeug zu steigen. Der Airbus der Fluggesellschaft Austrian Airline hob pünktlich nach Wien ab. Die Reisegruppe war im Flieger verteilt und jeder hatte einen Platz. Auf der kurzen Strecke hatte man die Wahl zwischen Schokokeks und Mandarine, zum Glück gab es kostenfreie Hopfensäfte. Nach der Ankunft in Wien sollte es mit dem Bus zum Flughafengebäude gehen, dieser war aber schon voll. Ein netter Flughafenmitarbeiter schnappte sich die 7 und brachte sie im „VIP-Fahrzeug“ dorthin. Im Gebäude fanden sie ein Lokal, welches das „kühle Blonde“ verkaufte. Angenehm wurde so die Zeit bis zum Weiterflug nach Dubai verbracht. Rechtzeitig stiegen alle in die gut ausgebuchte Boeing und für etwa 6 Stunden Flugdauer saßen die Borussen auch in diesem Flieger verteilt. Die 7 genossen in dieser Zeit diverse Getränke und Mahlzeiten und pünktlich setzte das Flugzeug zur Landung auf der arabischen Halbinsel auf. Durch die dreistündige Zeitverschiebung war es mittlerweile 22 Uhr und die Einreise gestaltete sich durch die Schnelligkeit der hiesigen Einreisebehörde noch etwas zeitintensiv, wobei die Freundlichkeit zu wünschen übrig ließ. Nachdem alle ihren Einreisestempel im Reisepass hatten, waren auch alle Gepäckstücke da und es wurden erst einmal Euros in Dirhams umgetauscht. In Anbetracht der vorherrschenden Sitten deckte man sich im Duty Free Shop mit Getränkevorräten ein und danach ging es zum Willkommensschalter des zuständigen Reiseveranstalters. Nach einer gefühlten Ewigkeit des Wartens ging es in die warme Wüstennacht und die 7 wurden mit einem Kleinbus zum Holiday Inn Express Hotel gefahren. Obwohl es bereits kurz vor Mitternacht war, zog während der Fahrt die nächtliche Glitzerwelt alle in ihren Bann. Im Hotel gab es dann für die Doppelzimmer nur ein Bett und eine ausziehbare Couch, man einigte sich wer wo schläft. Alle machten sich Frisch und dann trafen sie sich an der Hotelbar auf einige Nachtgetränke, um halb 3 war endlich Nachtruhe.

Dienstag

Pünktlich zum spartanischen Frühstück trafen sich alle wieder und nach der Stärkung stiegen sie in den vorm Hotel wartenden Bus, der zum Trainingsgelände fuhr. Um dieses betreten zu dürfen, war eine Accreditierungskarte notwendig, die sie von den Mitarbeitern des Fanprojektes erhielten. Bevor man aber nun das Trainingsgelände erreichte, musste erst die Mannschaft aus ihrem Hotel abgeholt werden. Gemeinsam entfernten sich die Busse von der Stadt in Richtung Wüste, da sich das Gelände etwas außerhalb der Stadt befand. Man war verblüfft, was hier alles im Sand gebaut wurde und wird. So sah man einen Beachfussballplatz und einen Beachvolleyballplatz mit jeweils eigenen Tribünen und Umkleideräumen und zwei Hallen waren gerade am Entstehen, eine soll später zum Handballspielen dienen. Von der eigens am Fußballplatz aufgestellten Tribüne aus, verfolgten die Borussen diese Trainingseinheit, wobei Fanclubfahnen nicht angebracht werden durften. Zu Essen und zu Trinken gab es dort nichts, wobei Trinkwasser zur Verfügung gestellt wurde. Am Ende führten sie mit den Profis kurze Gespräche, machten gemeinsame Fotos und ließen sich auf verschiedenen Materialien Autogramme geben. Glücklich wurden alle anschließend wieder am Hotel abgesetzt. Schnell war man sich einig, das schöne Wetter zu nutzen und so packten die Sieben ihre Badesachen zusammen und fuhren mit den Lexus-Taxen zum Strand der Barasti-Bar zum Baden. Diese befindet sich in der Nähe der Palmeninsel direkt vor einer beeindruckenden Hochhausreihe. Dort wurde erst einmal ausgiebig Mittag gegessen und die Umgebung in Augenschein genommen. Am Strand stellte man dann fest, dass auch hier der Mond seine Kräfte wirken lässt, denn durch die herrschende Ebbe war der Strand breiter und der Schwimmbereich geringer. Dies störte niemanden und so stürzten sich alle in das doch überraschend kalte Nass. Relativ zeitig verschwand die Sonne am Horizont und die 7 ließen sich zur EMIRATES-Mall bringen. Dort bestaunten sie die Skihalle und wurden von der Vielzahl der Geschäfte beinahe erdrückt. Bevor es mit der führerlosen Metro in Richtung Hotel ging, nahm man dort noch etwas Nahrung auf. Nach einigen Getränken war gegen Mitternacht dieser erlebnisreiche Tag vorbei.

Mittwoch

Von Deutschland aus hatte ein Starker Sachse eine Fahrt mit dem Fahrstuhl im, mit 828 Meter, derzeit höchsten Gebäude der Welt gebucht. Gut gelaunt machten die Sieben sich nach dem Frühstück auf den Weg dorthin. Man wählte die Metro als Reisegefährt aus und obwohl man über eine halbe Stunde Zeit hatte, schien diese zu diesem Zeitpunkt schneller zu gehen als gedacht. Entlang schier endlos wirkender klimatisierter Fußgängerröhren bahnte man sich erst den Weg, um danach im Dschungel der Dubai-Mall die Suche zum Fahrstuhl fortzusetzen. Keine Minute zu spät standen sie an der Kasse und erhielten glücklich ihre Aufzugskarten. Es folgte eine ausgiebige Kontrolle ähnlich der an Flughäfen. Der Fahrstuhl war immer noch nicht erreicht, denn bis dorthin musste eine weitere Strecke zurückgelegt werden. Endlich war es soweit, die Borussen bestiegen das Objekt der Begierde. Dieses war recht dunkel gehalten, ein Film lief auf einem Monitor und Musik füllte den Raum. In weniger als zwei Minuten erreichten sie die, sich auf einer Höhe von 452 Meter befindende, zweithöchste Aussichtsplattform der Welt. Von dort aus hatten sie einen tollen Rundblick über die Stadt. Das Wetter war etwas diesig und so war die Sicht an diesem Tag etwas eingeschränkt. Egal, wenn man schon einmal hier ist, müssen Fotos gemacht werden. Die Kameras fingen etliche Momente ein, auch manche heimlichen Schneidbretter. Irgendwann wollten alle wieder festen Boden unter den Füßen haben und so ging es in rasanter Fahrt wieder nach unten. Es ist schon beeindruckend, dass dieses Gebäude auf Sand errichtet wurde und nicht umfällt. Auch, dass angeblich einige Tonnen des verbauten Stahls aus Recycling-Stahl des abgerissenen Palastes der Republik sind, also aus Resten der ehemaligen DDR. Am Fuße des Turmes befindet sich das größte Wasserspiel der Welt, genannt Dubai Fontäne. Diese war zu diesem Zeitpunkt noch nicht aktiv, aber man hat von dort aus einen tollen Blick auf den Turm. Nach weiteren Fotos wagten sich die 7 in die Dubai-Mall. Diese zählt zu den weltweit größten Einkaufzentren und beherbergt neben einer Kunsteisbahn mit Eishockeymaß und einer 24 Meter hohen Wasserkaskade auch das größte Aquarium. Dieses erstreckt sich über 3 Etagen, ist fast 33 Meter breit und 8 Meter hoch und hat einen 2 Meter hohen Fußgängertunnel. Durch diesen gingen die 7 und bestaunten dabei die Bewohner. Anschließend schlenderten sie noch entlang einiger Geschäfte und ließen sich dann mit den Taxen zurück zum Hotel bringen, da am Abend das Testspiel gegen den HSV auf dem Programm stand. Der Bus zum Sevensstadion startete schon gegen 17 Uhr. Nach etwa einer Stunde langsamer Fahrt erreichte man das Stadion irgendwo in der Wüste. Die Ordner dachten, der Mannschaftsbus kommt und schickten diesen zur falschen Zufahrt. Von dort aus ging es wieder zurück und wenig später stand der Bus auf dem richtigen Parkplatz. Zur Freude aller gab es auf dem Gelände etwas zu Essen und auch alkoholische Getränke. Das Testspiel endete 2:2 Unentschieden und Trainer Lucien Favre ließ dabei fast 2 komplette Mannschaften je Halbzeit spielen. Zur Freude des Hamburger Trainers Torsten Fink ging seine Mannschaft durch Badelj und Rudnevs jeweils in Führung, zur Freude der Borussen glichen Daems und Hrgota aus. Die etwa 500 Zuschauer erfreuten sich nach dem Spiel an Fotos und Autogrammen der Profis. Einige Zuschauer warteten später vergebens auf ihre bestellten Taxen. Einige von ihnen hatten das Glück, noch einen Platz im Fanprojektbus zu bekommen und somit zurück in die Stadt zu gelangen. Ehe die Sieben im Hotel zum Schlafen gingen, trafen sie sich noch auf ein Nachtgetränk.

Donnerstag

Nach dem Frühstück wurde wieder die Mannschaft vom Hotel abgeholt und gemeinsam ging es zum Trainingsgelände. Unser Trainer ließ verschiedene Übungen durchführen und am Ende des Trainings setzte sich die Mannschaft für ein gemeinsames Gruppenfoto zu den Borussen auf die Tribüne. Anschließend entstanden weitere Fotos, gab es Autogramme und es blieb auch noch Zeit für das ein und andere Gespräch, ehe es zurück zum Hotel ging. Die Sieben fuhren dann zum Essen in die Emirates-Mall und weiter zur Barasti-Bar. Dort wurde beschlossen in der Dämmerung die Dubai-Fontäne anzusehen und dann dem HardRockCafe einen Besuch abzustatten. Nach dem sich die Sonne rar machte, ging es mit den Taxen zur Dubai-Mall und zu Fuß weiter zum Wasserspiel. Leider gab es technische Probleme und so mussten sie eine längere Zeit warten. Was sie dann sahen, war schon beeindruckend. Die Wasserbilder schienen zur Musik zu tanzen und die Beleuchtung verstärkte diesen Eindruck. Leider war es recht kurz und so begaben sie sich schon nach kurzer Zeit zum Taxistand. Mit zwei Taxen machten sie sich auf den Weg zum HardRockCafe. Der indische Fahrer des einen Taxis meinte, dass das Cafe schon seit 6 Jahren geschlossen sei, fuhr die Borussen aber zielgerichtet dorthin. Zur Krönung sagte er noch, dass das Englisch eines Starken Sachsen sehr schlecht sei…seines war schlechter. Im Cafe genoss man bei toller Rockmusik das Essen und die Getränke. Auch wenn der Hörnerwiskey verhältnismäßig preisintensiv war, schmeckte er ebenso wie die Long Island Iced Teas. Gegen Mitternacht brachten Taxen sie zurück zum Hotel. Bevor alle ins Bett fielen, gab es im Zimmer 427 noch eine LAN-Party mit „Gute Nacht Getränken“.

Freitag

Der Freitag ist in den arabischen Ländern der „freie Tag“, also unser Sonntag. Nach dem Frühstück startete die Mission „Dromedar“. Dazu ging es mit einem Privatfahrer und seinem offiziellen Siebensitzer in die Wüste. Danach besuchten sie eine Rennstrecke für Kamele und sahen dort einige Hauptakteure. Die Privatfahrt endete am Dubai Creek, dem natürlichen Meeresarm des Persischen Golfes, der als Hauptgrund maßgeblich für die Stadtgründung gilt. In dessen Nähe befinden sich ein Gold- und ein Gewürzmarkt, die an diesem Tag geschlossen hatten. Einige Souvenirhändler erfreuten sich der Aufmerksamkeit einiger Touristen. Einer von ihnen konnte eine Original Carrera Sonnenbrille an einen Borussen verkaufen. Glücklich begaben sich die Borussen zurück zum Creek. Da keiner wusste, wie es mit den Wassertaxen ablief, nahm man sich normale Taxen und es ging zur Burjuman-Mall. Ein Taxifahrer hatte es besonders eilig, denn er wollte pünktlich zum Gebet in einer Moschee sein, weshalb er seine Gäste bereits vorher aussteigen ließ. In der Mall fanden sie in einem libanesisches Restaurant etwas zu Essen und gestärkt ging es zum Ausruhen ins Hotel zurück. Ein Missionar aber zog es in den nahegelegenen Safapark. Dort trafen sich viele Menschen zum Sport treiben, grillen und ausruhen. Seine Suche nach versteckten Geocaches beeinträchtigte dies sehr, aber fündig wurde er trotzdem. Pünktlich zum Start des Busses zum Testspiel gegen die Eintracht aus Frankfurt stand er dann wieder vorm Hotel. Das Testspiel fand aber nicht im „Sevensstadion“ statt, sondern auf dem Trainingsgelände unserer Borussia. Für viele Besucher entstand dadurch ein Chaos, das einerseits diese Information sie nicht rechtzeitig erreichte und andererseits der Transfer dorthin nicht organisiert war. Der Fahrer des vom Fanprojekt angemieteten Busses übernahm letztendlich den Transfer dorthin. Es war an diesem Abend recht windig und zu essen und zu trinken gab es auch nichts. Alle Borussen durften ihre Banner anbringen und taten dies auch. Auf der Tribüne reichte der Platz für die Zuschauer nicht aus, so dass viele das Spiel vom Spielfeldrand aus verfolgen mussten. Die Frankfurter gingen durch Alex Meier in Führung, unsere Borussen glichen durch Luuk de Jong aus und gingen durch Havard Nordtveit kurz vor der Halbzeit in Führung. Diesmal wechselte Trainer Lucien Favre nicht die komplette Mannschaft aus und Frankfurts Trainer Armin Veh verzichtete sogar auf den Einsatz seines Mittelfeldspielers Sebastian Rode. Mitte der zweiten Halbzeit erhöhte Thorben Marx per Elfmeter und kurz vorm Spielende erzielte der Frankfurter Takashi Inui den Anschlusstreffer. Es blieb bei diesem Spielstand und ein Missionar freute sich besonders, denn er hielt wenig später das getragene Trikot von Tony Jantschke in der Hand. Er hatte es nicht, wie erst vermutet, mit einem Frankfurter Spieler getauscht und empfing den Missionar mit den Worten „Da bist du ja endlich!“. Lachend überreichte er sein Trikot und stand für Fotos und Autogramme noch einen Moment zur Verfügung. Zurück im Hotel wurde erst einmal beim Lieferservice Pizza bestellt und mit Kaltgetränken anschließend verzerrt. Obligatorisch gab es noch das Nachtgetränk auf Zimmer 427.

Samstag

Nach dem Frühstück hieß es Koffer packen und das Hotelzimmer räumen. Im Eingangsbereich des Hotels fanden sie dann einen Platz unterm Weihnachtsbaum, den sie bis kurz vor Mitternacht nicht mehr verließen. Mit den Taxen ließen sich die glorreichen 7 zur Dubai-Mall bringen und stiegen dort in den Doppeldeckerbus, um die Stadtrundfahrt zu machen. Man entschied sich zuerst für die Strandtour. Am Hotel „Atlantis the palm“ stiegen sie aus und sahen sich dort um. Kurze Zeit später ging es mit dem nächsten Bus bis zur Umstiegsmöglichkeit zur Stadttour. Auf dieser Fahrt gibt es einen Haltepunkt, um eine Bootsfahrt auf dem Creek zu machen. Diese ließen sich die Sieben nicht entgehen. Mit dem letzten Bus des Tages wollten sie die Heimfahrt antreten und mussten feststellen, dass für sie die Fahrt an der entlegensten Stelle endete. Natürlich an einer Mall und so ging man erst einmal etwas essen, um sich zu beratschlagen. Die Wahl fiel natürlich auf die Taxen. Einer der beiden Fahrer schien durch sein Telefon so genervt zu sein, dass er nicht auf den Tacho schaute und rasant die Insassen zum Hotel brachte. Die wenigen Stunden bis zum Abholtermin verbrachten sie mit dem Verzehr der restlichen Biere in der Hotellobby. Bevor es zum Flughafen ging, spendierte das Geburtstagskind, welches am 13. Januar geboren wurde, nach Maledivischer Zeit eine Runde Bier. Kurz vor Mitternacht wurden die Sieben zum Flughafen gebracht und pünktlich halb drei startete die Boeing Richtung Europa.

Sonntag

Der Nachtflug verlief problemlos und schlaftrunken stiegen in Wien alle aus. Am Umstiegsort hatte es in der Nacht geschneit und die kalte Bordelektronik im Airbus nach Berlin wollte nicht arbeiten. Nach einer halben Stunden und einem Neustart der Systeme konnte das Flugzeug erst einmal vom Schnee befreit werden.  Mit fast einer Stunde Verspätung erfolgte der Start. Für die wenigen Passagiere gab es einen Snack und Getränke. Mit 79 % der Schallgeschwindigkeit überflog man Prag und ab Dresden begann der Sinkflug. Die Landung verlief perfekt und auch das Taxi nach Hause wurde schnell gefunden. Leider war die Stadtautobahn zurück gesperrt und so gab es noch eine Stadtrundfahrt. Gegen Mittag erreichte sie Aken und glücklich, dass man die Reise gemacht hatte, fuhren alle nach Hause. Mal sehen, wohin die Reise im nächsten Jahr geht.

Wintertrainingslager 2014 in Belek

Für das Wintertrainingslager 2014 entschied sich die Vereinsführung von Borussia Mönchengladbach für das “MAXX ROYAL” an der türkischen Riviera in Belek, in dem vor 2 Jahren die Mannschaft des SV Werder Bremen untergebracht war. Am 11.Januar 2014 machten sich 2 Kyffhäuserfohlen, 3 Starke Sachsen, 4 Gessenthalfohlen, 4 Borussenfreunde und 19 Missionare aus den neuen Bundesländern auf den Weg zum Flughafen Leipzig/Halle. 8 von ihnen trafen sich in Aken und nach einer kurzen Begrüßung ging es gemeinsam mit den Taxibussen nach Leipzig. Problemlos erreichte man den Flughafen und nach der Ankunft begrüßte man weitere Reiseteilnehmer. Gemeinsam ging es zum Flughafenrestaurant „Tante Ju“, dort genoss man das Bier, den Glühwein und diverse Snacks, bis man vollzählig war. Geschlossen wurden die Koffer aufgegeben, aber individuell begaben sich alle zum Check-Inn. Einige ließen es sich auf den Weg dorthin nicht entgehen, an einer Weinverkostung teilzunehmen, anderen holten sich beim Bäcker noch etwas Süßes. Die Boeing 737-800 der Fluggesellschaft AirBerlin hob pünktlich ab und flog noch eine Schleife über Leipzig bevor es Richtung Antalya ging. Die Reisegruppe war über den Flieger verteilt und das Speisenangebot beinhaltete nur eine Schnitte mit Käse oder Wurst sowie alkoholfreie Getränke. Da man auf dem Weg in den Urlaub war, genehmigten sich viele Borussen die zu bezahlenden Getränke und nach etwa 3 Stunden setzte der Flieger sicher zur Landung in Antalya an. Nachdem alle ihr Reisegepäck hatten, ging es zum Schalter des Reiseanbieters und weiter zum bereitstehenden Bus. Dieses Jahr standen alle auf dem Zettel und der Busbegleiter „Heinrich“ begrüßte alle. Er erzählte ein paar Anekdoten und so verlief die halbe Stunde zum „VOYAGE Belek Golf&Spa“ recht kurzweilig. In Anbetracht der vorgeschrittenen Uhrzeit und der doch recht leeren Mägen ging es nach dem Empfang des Zimmerschlüssels gleich ins Restaurant. Gestärkt bezog man dann die Zimmer und frisch geduscht wurde die Hotelanlage mit ihren vielen Bars bis in die Morgenstunden erkundet.

Sonntag

Nach dem ausgiebigen Frühstück sammelten sich viele Borussen in der Lobby, um gemeinsam zum Vormittagstraining auf der Sportanlage im Nachbarhotel „MAXX ROYAL“ zu gehen. Auf dem Weg traf man auf die Fohlenelf und teilweise ging man gemeinsam ein Stück zum Trainingsgelände. Man brachte die Banner an und das Gerücht bestätigte sich, dass das Trainingsgelände von einem hohen Zaun umgeben ist, sogar vor der Tribüne, was besonders die Fotografen ärgerte!!! Ändern konnte man daran nichts mehr und so verfolgten alle in Gesprächen hinterm Zaun die Trainingseinheit. Als es dem Ende dieser zuging, setzte sich ein großer Tross in Bewegung, um rechtzeitig die Fußballer für Fotos, Autogramme und kurze Gespräche abzupassen. Bereitwillig taten sie dies und glücklich schlenderten einige ins Hotel zurück, die anderen erkundeten die Umgebung. Den Nachmittag verbrachte man entspannt am Pool, Meer, den Bars oder irgendwo auf dem Hotelgelände bis gegen 17 Uhr die Busse zur Abfahrt zum Testspiel nach Antalya bestiegen wurden. Durch die Flutlichtanlage sah man schon von weitem das Mardan-Stadion, nur gibt es zu diesem Privatstadion keinen direkten Weg und so fuhr man sprichwörtlich „mit der Kirche ums Dorf“ um dort anzukommen. Der Testspielgegner war Besiktas Jimnastik Kulübü (BJK) 1903 Istanbul. Durch seine Gründung am 19. März 1903 ist der Verein vermutlich der älteste Sportverein der Türkei. Die Fußballabteilung feierte 13 Meisterschaften in der Super Lig, der sie seit 1959 ununterbrochen angehören, und 9 türkische Pokalsiege. Bekannt ist auch die Fangruppierung Carsi, deren Logo das umrundete A für Anarchie ist. Zum 25-ten Jubiläum 2007 erschien sogar ein Film über diese Gruppierung im türkischen Kino. Die Stadioneingangskontrollen waren recht oberflächlich und eine Trennung der Fans gab es nicht. Man wurde in einen Block gebracht, der nicht mit dem auf der Eintrittskarte übereinstimmte, aber dies störte niemanden. Nachdem die Banner angebracht und noch einmal umgehangen wurden, suchte man sich im 8000 Zuschauer fassenden Stadion ein Plätzchen. Versorgungsstände waren Mangelware und so verfolgten fast alle das Spiel ohne Verpflegung. Unsere Fohlen gingen durch Peniel Mlapa in Führung und Pektemek glich für Besiktas aus. Dies war auch der Endstand und so ging es nach dem Unentschieden ohne Zwischenfälle zurück ins Hotel. Ausgehungert liefen alle im Hotel zum Asiaten und dieser war logisch überfüllt. Um Mitternacht ließ man das Geburtstagskind hochleben, welches alle Gratulanten zum Umtrunk an die Bar einlud. Irgendwann in den Morgenstunden waren alle wieder in ihren Hotelzimmern.

Montag

Das Vormittagstraining war von unseren Reiseteilnehmern nicht so gut besucht, da das diesjährige schöne Wetter einige Borussen dazu einlud, in dieser Zeit lieber den beheizten Pool auszuprobieren, sie hatten sichtlich ihren Spaß dabei. Nach dem Training gesellten einige sich dazu, andere gingen zum Einkaufen ins Winterschlaf haltende Zentrum von Belek. Da am Nachmittag keine Trainingseinheit angesetzt war, nutzten viele das kostenfreie Hallenbad und den „heißen Stein“ zum Ausspannen, bevor es nach der Völlerei wieder an die Bars ging, schließlich war ja alles im Urlaubspreis inbegriffen.

Dienstag

Wieder lockte das schöne Wetter nach dem Frühstück die einen zum Besuch der Trainingseinheit und die anderen zum Entspannen. Individuell verbrachte man den Tag bis zur Nachmittagstrainingseinheit. Diese war besser besucht als die am Vormittag, da ein gemeinsames Foto der mitgereisten Borussen mit der Mannschaft angekündigt war. Nach der Trainingseinheit wurden einige Zaunfelder geöffnet und man durfte zur Mannschaft auf den Rasen. Leider war zu dieser Zeit bereits die Sonne hinterm Horizont verschwunden und die Flutlichtanlage leuchtete das Gelände ungleichmäßig aus, so dass die Qualität der Fotos und des Gruppenfotos nicht die Beste ist. Dem Fotographen schwebte eine Raute als Motiv vor und die Beteiligten bemühten sich zwar, dies umzusetzen, aber wenn man in der Ebene steht und keine Markierung hat, fällt die Orientierung dazu schwerer. Wenn man dies weiß, kann man die Raute vielleicht erkennen. Zeit für ein kurzes Gespräch mit den Spielern blieb danach nicht mehr viel und so waren dann wenig später alle wieder in ihren Hotels und dort in den zahlreichen Lokalitäten verschwunden.

Mittwoch

An diesem Morgen trafen sich nach dem Frühstück die Mitreisenden für Bannerfotos am Strand. Die Fanclubs und ihre Mitglieder wählten die türkische Riviera und das Hotel als Motiv dazu aus und am Ende gab es ein gemeinsames Foto. Die Ronneburger Gessenthalfohlen tauften anschließend ihr Banner im Mittelmeer und kühlten sich gleich noch ab. Einige Borussen inspizierten danach nochmal die Hotelanlage, bevor es am frühen Nachmittag auf das Gelände des Football Centers „CORNELIA DIAMOND“ zum Testspiel gegen Hertha BSC ging. Vor etwa 850 Zuschauern, darunter auch die Mannschaften von „Rote Brause“ Leipzig, IFK Göteborg sowie einige Spieler von der 2.Mannschaft der jüngeren Borussia. Das heutige Missionsgeburtstagskind erfreute sich über den 3:0 Sieg durch Tore von Armin Younes, Max Kruse und Peniel Mlapa. Leider musste es, nach einem harten Einsatz eines Herthaners mittels Ellenbogen, mit ansehen, wie Tony Jantschke mit Verdacht auf Jochbeinbruch früh das Spiel beendete. Zum Glück bestätigte sich die Diagnose später nicht, aber die zwei Knochenanbrüche sind auch schmerzhaft. Eine Kuriosität hatte das Spiel auch zu bieten, denn es endete vorzeitig. Der Linienrichter blieb plötzlich verletzt liegen und auch die Betreuer der Mannschaften konnten ihn nicht wieder fit machen. Was er genau hatte, entzieht sich unserer Kenntnis. Das Spiel wurde nach dieser Unterbrechung nicht wieder angepfiffen.

Die Weiterfahrt mit den Bussen zum späten Nachmittagsspiel gegen den Schweizer Vertreter aus St.Gallen im „ARCADIA Sportcenter“ machten nicht mehr alle mit. Einige Spieler, die bereits zum Einsatz kamen, fuhren ins Hotel, um sich auszuruhen, dies taten auch einige Fans. Auf dem Weg zur nächsten Spielstätte kam man auch an ein Lager von Gastarbeitern vorbei und man erschrak über deren Unterbringung! Als man den Sportkomplex betrat, auf dem vor 2 Jahren auch schon gespielt wurde, war dies aber schon wieder verdrängt, denn nun mussten die Banner platziert und ein geeigneter Platz gefunden werden. Das Flutlicht bereitete kurz Probleme, aber die Verpflegung war gesichert und das Efes schmeckte! 3 Fans aus der Schweiz waren auch unter den knapp 300 Zuschauern und so hörte man nicht nur „Hopp St.Gallen“, sondern sie konnten auch gleich das erste Tor bejubeln, auch wenn es ein Eigentor von unserem Österreicher Martin Stranzl war. Auf einem Nebenplatz fand fast zeitgleich auch ein Testspiel statt und die wenigen Anhänger machten mit Instrumenten, Gesang und Farbtöpfen Stimmung für ihre Mannschaft und waren lauter als die Borussenfans, leider!!! Auch wenn Thorben Marx ausglich und Oscar Wendt mit seinem Treffer den Sieg perfekt machte, richtige Stimmung kam nicht auf. Egal, man war dabei und glücklich über den Sieg ging es zurück ins Hotel. Der letzte Abend verlief entspannt und ein Missionar traf überraschend Bekannte aus seiner Heimat, wie vor 2 Jahren, die hier am nächsten Tag ihr selbst organisiertes Trainingslager starteten und auch wieder dieses Hotel gebucht hatten.  Was für eine Überraschung!

Donnerstag

Am nächsten Morgen hieß es nach dem Frühstück Abschied nehmen und pünktlich saßen alle Fahrtteilnehmer im Bus zum Flughafen. Dort war noch genügend Zeit, sich das Flughafengebäude anzusehen und manch einer wollte gar nicht wieder zurück fliegen. Problemlos verlief der Flug nach Leipzig und nach der Verabschiedung machten sich alle auf dem Weg nach Hause. Zufrieden endete auch wieder dieses Trainingslager. Mal sehen, wo das nächste Wintertrainingslager hingeht.

Sommertrainingslager 2014 in Rottach-Egern

Im Juli war auch ein Missionar im Sommertrainingslager im bayrischen Rottach-Egern am Tegernsee.

Wintertrainingslager 2015 in Belek

Für das Wintertrainingslager 2015 entschied sich die Vereinsführung unserer Borussia aus Mönchengladbach erneut für das “MAXX ROYAL” an der türkischen Riviera in Belek, wie im letzten Jahr. Vom 07.01.-15.01.2015 schlugen sie dort ihre Zelte auf. Die Borussenfans aus der Mitte der neuen Bundesländer folgten ihnen in zwei Gruppen am Wochenende. Der Großteil saß aber erst am Sonntag im Flieger und so verpassten sie den Testspielsieg gegen den Tabellenführer der dritten Liga – Arminia Bielefeld – durch die beiden Tore von Branimir Hrgota. Gern denken wir an die Siege auf der Bielefelder Alm zurück, vielleicht ergibt es sich mal wieder. Etwa zeitgleich erreichte die Gruppe mit dem Condorurlaubsflieger aus Leipzig den Flughafen von Antalya und nachdem alle ihr Gepäck hatten, ging es zum Bus. Dieser war nur mit ihnen besetzt und so ging es fast ohne Zwischenstopp zum Hotel. Der Biervorrat des Busses reichte nicht aus und so ließ „Isaak“ zur Proviantaufnahme einen Stopp machen. Im nun zum dritten Mal besuchten Hotel „Voyage Belek Golf & Spa“ stellten einige Borussen fest, dass der Bereich der Rezeption verändert wurde, aber zum Glück die Bar noch da ist. Ein Mitarbeiter des Empfangs machte für die Einzelzimmerbucher ein tolles Angebot, zwecks unentgeltlicher Umbuchung auf ein „Villazimmer“, welches über 2 Etagen mit separaten Bädern mit Whirlpool und Swimmingpool vor der Terrasse geht. Dieses Angebot wurde von ihnen angenommen. Bevor man dies aber bewundern konnte, ging es zum Büffet und danach zum Begrüßen der Freunde. Bis in den Morgenstunden vertrieb man sich die Zeit an den Bars und der Disco, manch einer genehmigte sich zu später Stunde noch eine Absackersuppe im Yaki Yaki Restaurant.

Montag

Nach dem Frühstück traf man sich zum gemeinsamen Spaziergang zum Trainingsgelände unserer geliebten Borussia. Nachdem die Banner aufgehangen waren, fachsimpelte man während des Trainings bei mitgebrachten Getränken über alles Mögliche. Am Ende der Trainingseinheit begann die Autogramm- und Fotojagd auf die Profis und danach ging es zurück zum Hotel. Am Nachmittag wurde das Wetter ungemütlich und so nutzten viele die Angebote im Hotel und individuell gestalteten die Borussen den Abend, teilweise sportlich mit Tischtennis oder Korbwurf.

Dienstag

Heute standen für den Nachmittag zwei Testspiel auf dem Programm und so entfiel das morgendliche Training. Viele Borussen nutzten die Zeit zum Ausruhen und pünktlich zur Abfahrt der Busse fanden sich alle an der Rezeption ein. Es ging auf das Trainingsgelände des Regnum-Hotels, in dem die Mannschaft des SV Werder Bremen residierte. Die neue Hotelanlage verfügt unter anderem über einen Fußballplatz mit Dach und bestuhlter Tribüne, der noch nicht ganz fertig zu sein schien. Egal, er war an diesem verregneten Nachmittag ein Segen für die Zuschauer. Unter den fast 500 Zuschauern entdeckte man neben den Fans beider Mannschaften auch welche, deren Herzen für andere Vereine schlagen, aber dies ist im Trainingslager nichts Neues. Neu waren eher die Scouts, aber bei der Dichte an Mannschaften hier im Winter verständlich. Die erste Halbzeit dominierten die Fohlen und so führten sie durch die Tore von Max Kruse und André Hahn verdient. Nach dem Pausentee drückten die Bremer auf den Anschlusstreffer, den Janis Blaswich im Tor unserer Fohlen lange zu verhindern wusste. Am Ende erzielte ihn der Bremer Aycicek. Ob es an der Umstellung der Abwehr nach der Auswechslung von Filip Daems lag oder den fünf neuen Bremer Spielern ist nicht bekannt. Unsere Fohlen schienen verunsichert und kaum fünf Minuten später lagen sie nach einem Doppelschlag von Junuzovic plötzlich zurück. Es ergaben sich zwar Gelegenheiten zum Ausgleichstreffer, die Letzte hatte der Eingewechselte Marlon Ritter, aber der Ausgleich wollte nicht fallen und so blieb es bei der Niederlage aus Sicht der Fohlen. Bevor es zum dritten Testspiel gegen den türkischen Erstligaverein Genclerbirligi aus der Hauptstadt Ankara auf dem Trainingsplatz des Maxx Royal Hotels ging, machte man noch ein Foto vor den Bannern. Dadurch waren die Busse mit den ersten Borussen schon los gefahren und so dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis die Busse zurückkehrten. In Anbetracht des ungemütlichen Wetters wählten viele dann den Weg zum Hotel und nicht zum Spielfeld, etwa 250 Zuschauer waren es am Ende doch. Eine Fohlenelf, bestehend aus Spielern, die sich während des Spiels gegen Bremen schonen konnten, ergänzt mit Jugendspielern stand auf dem Rasen. Kurz nach Anpfiff verschuldete Marvin Schulz einen Elfmeter, den der rumänische Nationalspieler Stancu verwandelte. Wenig später war es wieder Stancu, der Christopher Heimeroth überwand. Trotz des frühen Rückstandes gaben sich unsere Fohlen nicht auf und erzielten durch Marvin Ritter den Anschlusstreffer. Es folgten weitere Torchancen, aber bis zum Halbzeitpfiff fiel kein weiterer Tor. Nach Wiederanpfiff hätte Stancu fast seinen dritten Treffer erzielt, irgendwie bekamen unsere Fohlen ihn nicht in den Griff! In der Folgezeit waren unsere Fohlen dem Ausgleichtreffer sehr nah, aber die gefühlt erste richtige Großchance der zweiten Halbzeit nutzten die türkischen Hauptstädter durch Mervan Celik zur 3:1 Führung. Etwa 5 Minuten später stellte Marvin Ritter mit einem schönen Freistoßtor den Anschluss her, aber kurz vor dem Ende erzielte Petrovic den 4:2 Endstand. Auch wenn es heute 2 Testspielniederlagen gab, waren viele gute Spielansätze zu erkennen, die schon Freude auf die Pflichtspiele machen. Zurück im Hotel ging es zum Abendessen und das übliche Abendprogramm folgte. Manch einer nutzte das Showprogramm des Hotels und sah sich dabei die Papageienshow an, die an die bekannte Show im Loro Parque Teneriffas erinnerte.

Mittwoch

Nach dem Frühstück ging es zum Trainingsgelände. Die Mannschaft absolvierte eine lockere Laufeinheit bei der unser Trainer Lucien Favre mitlief und teilweise das Tempo bestimmte. Die Torhüter und verletzten Spieler dagegen absolvierten ein spezielles Training. Während dieser Trainingseinheit ließ es sich Borussias Sportdirektor Max Eberl nicht nehmen, den Fanclub „Ronneburger Gessenthalfohlen“ zu ihrem 15-jährigen Fanclubjubiläum persönlich zu gratulieren und ihnen im Namen des Vereins ein Präsent in Form eines Kelches mit Gravur zu überreichen. Gern signierte er es auch noch. Am Ende der Trainingseinheit stellte sich die Mannschaft mit den mitgereisten Spielern für ein Gruppenfoto in eine vorher abgesteckte Raute auf. Die Spieler fallen auf dem Foto durch ihre grünen Sachen dabei im hinteren Bereich auf, nur kam es leider nicht zu einer größeren Durchmischung mit den mitgereisten Fans. So war es für die meisten Fans schwierig mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Egal, nicht alle Profis verließen fluchtartig den Rasen und so kam man mit den Verbliebenen noch ins Gespräch und zu einigen Fotos. Manche Fans gingen danach ins Zentrum, die anderen zurück ins Hotel. Unsere Reisegruppe traf sich noch für ein Bannerfoto am Strand, was zur Freude aller durch eine hilfsbereite Fotografin in vielen Varianten entstand. Das Nachmittagstraining wollten dann nicht mehr viele Fans sehen. Ob es daran lag, dass die meisten Fans am nächsten Morgen wieder zurück flogen und sie sich daher mit anderen Dingen beschäftigten, ist nicht bekannt. Die wenig verbliebenen Fans erfreuten sich nicht nur an den Profis. Beispielsweise könnte man eine Unterschriftenmappe super als Unterlage für die Beschriftung eines Trikots nehmen, wenn nicht in der Mappe Fotos wären, die auch signiert werden sollen oder die Geste von Granit Xhaka, der für Fotos und zum Signieren diverser Mitbringsel sein „Taxi“ mit den anderen Spielern schon fahren lässt und dadurch länger für Gespräche da blieb. Die Stimmung bei den späteren Abendaktivitäten war dann doch etwas gedrückt, denn es war der letzte gemeinsame Abend des Wintertrainingslager 2015.

Donnerstag

Nach dem Frühstück wartete unsere Reisegruppe auf den Bus zum Flieger nach Antalya und viele genehmigten sich noch ein letztes Getränk an der Bar. Nur eine kleine Gruppe begab sich bei schönstem Sonnenschein zum letzten Training der Fohlenelf. Am Ende dieser Trainingseinheit stand kein „Taxi“ für die Profis bereit und so versuchte sich Max Kruse als Chauffeur. Der Rest der Mannschaft wartete geduldig in der Sonne, ehe sie sich mit einem Lauf zurück ins Hotel begaben. Für sie und den Betreuerstab ging es am Nachmittag mit dem Flugzeug auch in die Heimat. Die wenigen Borussen machten sich dann auch in ihre Unterkünfte und später verließen nun auch die Borussenfans peu a peu ihre Hotels und flogen mit Condor oder Air Berlin zurück. Auch wenn die Sonne sich in diesem Trainingslager selten zeigte, war unser Trainer dennoch zu frieden. Nach unbestätigten Aussagen wird es im nächsten Jahr ein neues Reiseziel geben. Man munkelte etwas von Erfüllung repräsentativer Aufgaben, nun kann sich jeder selbst einen Reim drauf machen.

Sommertrainingslager 2015 in Rottach-Egern

Auch im Sommer 2015 zog es unsere Fohlen bereits zum vierten Mal in das 5-Sterne Hotel „Althoff Seehotel Überfahrt“ an den Tegernsee nach Rottach-Egern. Das Gourmetrestaurant des Hotels zählt zu den 35 tollsten Restaurants der Bundesrepublik und die Lage am Tegernsee in den Alpen ist herrlich. Neben den aktuellen Fohlen und den Neuzugängen Josip Drmic, Lars Stindl, Nico Elvedi und Andreas Christensen nahm Lucien Favre die U23-Spieler Djibril Sow, Tsiy Ndenge Steffen Nkansah sowie die Trainingslager erfahrenen Marlon Ritter, Mahmoud Dahoud und Marvin Schulz mit nach Bayern. Für eine Woche quartierten sie sich ab dem 13. Juli 2015 im Hotel „Althoff Seehotel Überfahrt“ ein und neben vielen anderen Borussen, war auch unser Fanclub vor Ort vertreten. Neben dem Besuch des Trainingslagers mischte man sich am Mittwoch unter die 2500 Zuschauer im Testspiel gegen den englischen Erstligisten Swansea City im Örtchen Grassau am Chiemsee. Die Stadt Swansea ist die zweitgrößte Stadt von Wales und befindet sich unter den 40 größten Städten des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Das Testspiel endete 1:1 Unentschieden, für unsere Fohlen traf Ibrahima Traore. Am Sonnabend, den 18. Juli 2015, traf man, wie im Vorjahr, auf den fränzösischen Erstligisten aus der Bretagne Stade Rennes, nur diesmal in Heimstetten. Im letzten Jahr gewannen noch unsere Fohlen, in diesem Jahr gab es ein 2:2 Unentschieden. Unsere Fohlen gingen durch Granit Xhaka in Führung und Neuzugang Josip Drmic erzielte den Endstand vor fast 1400 Zuschauern. Nach dem Spiel zeigten einige Borussen vor dem Mannschaftsbus Buchstaben hoch und bildeten „You`ll never walk alone“. Diese Aktion war für einen schwer erkrankten Gladbachfan. Am Sonntag bestritten unsere Fohlen das dritte Testspiel dieses Trainingslagers. Der Gegner auf der Sportanlage von Rottach-Egern war der belgischen Erstligaverein Standard Lüttich, welcher am 01.April 1900 durch Studenten gegründet wurde. Vor etwa 2000 Zuschauern siegten unsere Fohlen 2:1, sie gingen durch das Tor von Josip Drmic in Führung und Branimir Hrgota erzielte Endstand. Ein schönes Trainingslager ging wieder zu schnell zu Ende, hier einige Bilder…

Wintertrainingslager 2016 in Belek

Es wollte keiner etwas schreiben oder es ist gelöscht. Bilde gibt es…

Wintertrainingslager 2017 in Marbella

Das wichtigste Stück eines Reisegebäcks ist und bleibt ein fröhliches Herz – Hermann Löns  ( 1866 – 1914 )

Wintertrainingslager  Marbella    (07.01.-12.01.2017)

Impressionen eines „ Erstreisenden “   🙂

Vorweg eins: unser „Agitator Schöni“ war zu dieser Reise leider verhindert. So versuche ich nun einige Eindrücke zu Papier zu bringen. Man möge mir meine Schlichtheit verzeihen. 😉

Nun war es endlich soweit. Aus verschiedenen Ecken Sachsens und Sachsen – Anhalts trafen sich Freunde der Borussia bei Heiko im Fährhaus Aken. Wir nennen Sie mal Reisegruppe II. Reisegruppe II deshalb, weil am Abend zuvor schon ein 12 -köpfige Gruppe vorausgereist war. Die Zeit von 03.15 Uhr war relativ „unchristlich“ aber unser Flieger sollte schon 06.40 Uhr von Berlin starten. Wahrscheinlich merkte man Einigen die schlottrigen Beine an, deshalb musste noch ein „Fear of Flying-Grog“ her. Die Reise zum Flughafen Berlin konnte nun im Taxibus endlich starten.

Es sollte nach Andalusien gehen. Der VFL hatte sich für Marbella als Ort fürs Wintertrainingslager entschieden. Die Stadt Marbella mit ihren 140000 Einwohnern liegt direkt an der Costa del Sol. Sie hat eine wunderschöne Altstadt, viele Tavernen und natürlich auch andere Sehenswürdigkeiten. Eben auch eine sehr schöne Trainingsanlage, das „Marbella Paradise of Football & Sport´s” .Also was sollte uns Fans dieses Jahr abhalten, den Verein ins Trainingslager zu begleiten? Nach dem Einchecken im Flughafenbereich, wurde bemerkt, dass hier die Farbe blau/weiß dominierte. Ups, die komplette Mannschaft vom 1.FC Magdeburg hatte den gleichen Flug gechartert. Schnell noch ein oder auch zwei ” Fear of Flying-Pils ” an der Flughafenbar, und dann konnten wir endlich abheben. Eine Reihe vor uns saß doch der Heinrich Jörg, oder? Na klar, zu seiner Zeit konnte er doch auch ganz gut kicken. 🙂

Nach gut drei Stunden begann der Landeanflug zum Airport Malaga.

Die Sonne lachte schon durch das Flugzeugfenster. Die Vorfreude auf das, was da jetzt kommt, steigerte sich auch in meiner Brust.

Nun gut, von den kleinem Problemchen unseren Bus zu finden, der uns ins

80 km entfernte Marbella bringen sollte, das wollen wir nur am Rande erwähnen. Alles klappte gut, Busfahrer samt Bus gefunden, die Fahrt Richtung Hotel konnte starten. Es war schon herrlich warm – Klasse! Wir haben uns für das “Senator Marbella Spa Hotel.” entschieden. Es ist ein sehr schönes vier Sterne Hotel mit eigenem Spa Bereich und wir sollten es nicht bereuen. Nach dem Einchecken in unsere Zimmer, machte sich die Gruppe auf, das Meer zu suchen. Nach wenigen Schritten waren wir schon an der wunderschönen Strandpromenade. Die Sonne lachte, das Herz auch und das Meeresrauschen lag uns im Ohr. Einige hatten sich auch schon im Internet belesen und so steuerten wir direkt das ” Restaurante Basilio” an. Die gemütliche Taverne direkt am Meer lud zu leckeren Tapas und dem ersten eisgekühlten Bierchen Cruzcampo ein. Vielleicht waren es auch Zwei oder Drei. 🙂 Zurück im Hotel angekommen und einer kleinen “Verschnaufpause” fuhren einige noch ins Trainingszentrum der Borussia um Sie das erste Mal zu unterstützen. Da die Trainingsplätze gut 10 km entfernt lagen, mussten zwei Taxen geordert werden. Angekommen am “Footballcenter” wurde erst einmal die Reisegruppe I begrüsst. Sie waren schon seit dem frühen Morgen vor Ort. Schnell ein “Begrüßungsbierchen” ,das Banner der Borussen-Mission angebracht und dann kam auch schon der Bus mit der Mannschaft zum Nachmittagstraining. Nach dem Mannschaftstraining konnten schon die ersten Fotos mit den Spielern geschossen werden. Zurück ins Hotel ging es wieder mit den Taxen. Kleine Grüppchen machten sich dann auf, um eine gute spanische Location für das Abendmahl zu suchen. Nach einigen Hin&Her wurde das”Bodegas la Venencia 2″auserkoren. So gegen 23.00 Uhr ging es dann wieder ins Hotel, um den Abend mit einem Absacker an der Hotelbar zu beenden.

Am Montag lachte die Sonne schon zeitig über Marbella. Erst mal ein ausgiebiges Frühstück. Hierbei blieben wirklich keine Wünsche offen.

09.15 Uhr sollte es mit einem Bus ins Trainingszentrum gehen. Da doch einige Fans mehr im Hotel untergekommen waren, wurde vom Fanprojekt FPMG für die restliche Zeit, ein Bus organisiert. Wer wollte, war dann mit einem Unkostenbeitrag von 20,00 Euro dabei. So brauchte nicht jedesmal mit diversen Taxen gefahren werden. Ne´ gute Sache. 10.00 Uhr dann Trainingsbeginn. Vorweg die Banner schon an ihren Plätzen angebracht. Dafür wurde zeitig gesorgt. In dieser Trainingseinheit konnte man auch schon mal mit Hans Meyer, Rainer Bonhof oder Steffen Korell plauschen.  Es herrschte eine relativ lockeres Klima. Zur Mittagszeit ging es zurück zum Hotel. Jetzt stand die “Bannertaufe” am feinen Sandstrand von Marbella auf dem Plan. Es war ja mit 21 Grad Celsius recht warm, aber baden…. naja. Einige Mutige warfen sich dann doch in die eisigen Fluten des Mittelmeers. Dafür „Respekt meine Herren“. Es wurden Fotos geschossen und ja sogar ein Video aufgenommen. Es war wirklich ein Gaudi. 😉 Banner der Borussen-Mission, Kyffhäuserfohlen, Ränzelstecher und Gessentalfohlen wurden präsentiert. Die Sonne lachte dazu, das Herz auch.

Auf ging es zu einer naheliegenden Strandtaverne. 15.45 Uhr ging es mit dem Shuttelbus wieder zum Trainingsgelände. Der Bus der Mannschaft kam auch pünktlich und so wurde zuerst mal das geplante gemeinsame Foto mit der Mannschaft geschossen. Auf dem Trainingsplan standen heute Spielzüge und das Einstudieren von Abschlüssen. Aber oijoijoijoijoi….diese Abschlüsse :-/ Das muss unbedingt besser werden. Der FSV Mainz und der FC Augsburg als auch unser belgischer Testspielgegner SV Zulte Wagerem waren auch vor Ort. Nach der Trainingseinheit konnten noch mal Fotos mit den Spielern und Betreuern geschossen werden.

Zurück im Hotel, bereitete sich jeder individuell auf den ” abendlichen Kneipenbummel ” vor. Wieder bildeten sich kleine Gruppen und das nächtliche Treiben in Marbella konnte starten. Verschiedene Restaurants in der Altstadt bzw. an der Strandpromenade wurden getestet. Zurück, gab es dann noch einen “Hotelroom- Brandy”, ehe es in die Zimmer ging. Wieder ging ein schöner Tag mit vielen Eindrücken und Emotionen zu Ende.

Dienstag nach der Morgendusche galt es erst mal wieder ein deftiges,

wohlschmeckendes Frühstück zu sich zu nehmen. Man muss einfach mal sagen, bei diesem Angebot, musste eigentlich ein jeder auf seine Kosten kommen. Mehr geht fast gar nicht. Dann standen heute die Testspiele unserer Borussia an. Da diese erst am Nachmittag stattfinden sollten, wurde der Vormittag unterschiedlich angegangen. Einige gingen am Strand spazieren, andere besuchten die Altstadt und viele nutzten auch den großen Spa Bereich des Hotels. 13.00 Uhr dann ging es mit dem Bus zum Traningscamp, denn das erste Testspiel sollte schon 14.00 Uhr angepfiffen werden. Natürlich wurden vorher wieder die Banner optimal angebracht. Würzburger Kickers hieß der erste Gegner. Der Aufsteiger hatte eine gute Hinserie in der 2.Bundesliga hingelegt. Das Spiel selber war relativ ausgeglichen, wobei Borussia doch noch durch zwei verwandelte Elfmeter von T. Hazard das Spiel für sich entscheiden konnte. Auch die Mannschaft von Lok Moskau war heute teilweise Zuschauer, ehe ihr Training begann. Das Spiel 17.00 Uhr gegen SV Zulte Wagerem war schon besser anzusehen, wobei weiter unbedingt am Abschluss gearbeitet werden muss. Wagerem steht immerhin auf dem 3. Platz der belgischem Jupiter League. Thorgan Hazard spielte von 2012 – 2014 hier im Verein. Auch dieses Testspiel wurde 2:1 gewonnen, durch Tore von Drmic und Vestergaard. Eindrücke und Meinungen über die Testspiele bildete sich dann jeder selbst, wobei man auch hier die Messlatte nicht zu hoch legen sollte.

Nach dem Spiel wurden die Banner abgenommen, und es ergaben sich noch einige Fotos mit den Spielern. 19.00 Uhr ging es mit dem Bus zurück ins Hotel. Heute Abend sollte die beste Tapas Bar Marbella angesteuert werden. Diese wurde uns ” wärmstens” empfohlen und lag im Herzen der Altstadt. Durch die schmalen Gassen wurde die ” Taperia Conmpasion” schnell gefunden. Naja, die Tapas waren ok, besser wäre sicher wenn man spanisch verstehen könnte. Verwunderlich war auch, dass man gar keine Frau zu Gesicht bekam. 🙂 Einbildung ? Egal, wir zogen weiter. Nun ging es in die Irish Bar “The Gladdagh”. Hier gab es lecker Guinness und Premier League. Bei einem Plausch mit Thomas “Tower” Weinmann und Dirk “DK” Kramer vom Fanprojekt verging der Abend im Fluge.

Am Mittwochvormittag stand eigentlich nur noch Auslaufen der Mannschaft auf dem Programm. Das wollten wir uns schenken.

So entschloss sich die gesamte Gruppe zu einem Ausflug nach Gibraltar.

Der Bus wurde noch mal gechartert. Dieses Highlight zum südlichsten Punkt Europas vor Afrika, wollte sich niemand entgehen lassen.

Treffpunkt war 10.30 Uhr vor´m Hotel. Für 20,00 Euro saß man mit im Bus. Später wird diesen Ausflug kein Einziger bereuen. Das 6,5 km2 kleine Gibraltar wurde 1704 von England erobert und erhielt 1830 den Status einer britischen Kronkolonie, welches heute als einziges britisches Überseegebiet Mitglied der EU ist. Der Felsen von Gibraltar der “Upper Rock” erreicht eine Höhe von 426m. Hier ist der einzige Ort in Europa, wo Affen freilebend vorkommen. Von hier Oben gibt es einen herrlichen Ausblick. Man sieht die Straße von Gibraltar, die das Mittelmeer und den Atlantik verbindet. Die geringste Breite zwischen Europa und Afrika ist ca. 14,00 Kilometer. Gibraltar hat viel zu erzählen. Also, 12.00 Uhr am Busparkplatz Gibraltar angekommen, verabredete man sich dann doch einstimmig zur Abreise 18.00 Uhr. Die 6 Stunden Freizeit wurden individuell verbracht und so schwärmten die Borussenfans grüppchenweise auseinander. Das Wetter heute sollte wieder sein Übriges tun. Da die Seilbahn zum Felsen heute gewartet wurde, wurden eben Kleinbusse zum Felsen gechartert. Von hier oben konnte man nun den herrlichen Ausblick genießen oder die Höhle bewundern oder eben mit dem Affen spielen. Vom Felsen zurück wurde noch der Yachthafen und die Altstadt besucht. Auch Speis und Trank kamen wieder nicht zu kurz, ehe es abends mit dem Bus zurück nach Marbella ging. Am letzten Abend sollte es noch mal richtig schön spanische Tapas geben. Einige entschieden sich für das “Bodegas La Venencia”-Dieses Restaurant sollte seine guten Kritiken nicht zu Unrecht haben. Es war sehr lecker. Mein Tapas Favorit in Spanien bleibt ja die “Gambas al pil pil”. Dann ging es auch noch mal in die Irish Bar “The Gladdagh”, wo gut und gerne weiter gefeiert wurde.

Am Donnerstagmorgen stand leider die Abreise auf dem Programm. Nach dem Frühstück machten wir noch mal einen schönen Strandspaziergang. Das letzte Mal wurde spontan einfach mal die andere Richtung gewählt. Die Sonne schien noch mal aus vollen Herzen. Auf einer kleinen Seebrücke angekommen, bei einem wunderschönen Meeresrauschen, lies jeder noch mal für sich dies Reise Revue passieren. Ein letztes spanisches Bier an der Strandbar  ” Trocadero Playa ”  ließ fast schon ein bisschen karibisches Flair aufkommen. Alle waren sich einig, dass war ein super Trainingslager. Alles passte, das Wetter, die Unterkunft, das Essen, die Organisation …….13.00 Uhr dann holte uns der Bus zum Airport Malaga ab und 16.00 Uhr hob der Flieger ab ins kalte Berlin. An Bord viele glückliche Borussenfans

Fazit :  Marbella wir kommen wieder.

Asta Maniana

PS. Man könnte sicher noch die eine oder andere Anektote einbauen. Ob nun vom “Tee, englischer Art ” 😉 oder vom “Deutschen Kneiperehepaar, die kein Fass anstecken können” oder vom “Passbild-Attentat” oder…. aber das würde den Rahmen sprengen. 😉    ´Eike´

Sommertrainingslager 2017 in Rottach

Es ging im Sommer wieder ins Trainingslager nach Rottach, einen Bericht gibt es nicht, aber Bilder…

Sommertrainingslager 2018 in Rottach-Egern

Leider gab es in diesem Jahr kein Wintertrainingslager, aber wieder ein Sommertrainingslager in Rottach-Egern. Einige Borussen, die bei der Fußballweltmeisterschaft in Russland dabei waren, weilten noch im Urlaub oder wurden geschont, während die anderen Borussen mit der Saisonvorbereitung begannen. Ein Bestandteil dieser Vorbereitung war wieder ein Sommertrainingslager, was nun schon traditionell zum siebenten Mal am Tegernsee stattfand. Bevor es dorthin ging, nahm die Mannschaft noch am eher unwichtigen H-Hotel-Cup teil. Nach dem 3:2 Sieg gegen Real Betis Sevilla durch Tore von Fabian Johnson, Raffael und Patrick Herrmann spielten sie das Finale gegen den Zweitligisten VfL Bochum. Während ein Teil der Mannschaft bereits zu dieser Zeit im Flieger von Düsseldorf nach München saßen, musste nach 45 torlosen Minuten das Elfmeterschießen für die Entscheidung sorgen.  Im Tor stand Moritz Nicolas und für unsere Borussen trafen Ibrahima Traore und Nachwuchsspieler Aaron Herzog, die Neuzugänge Mandela Egbo und Alassane Plea vergaben, ehe Nachwuchsspieler Markus Pazurek und Neuzugang Andreas Poulsen wieder trafen und Nachwuchsspieler Mika Hanraths für die Entscheidung und somit den Gewinn des H-Hotel-Cups sorgten. Danach reiste auch dieser Teil der Mannschaft per Flieger an den Tegernsee ins Hotel Althoff Seehotel Überfahrt in Rottach-Egern. Neben vielen anderen Borussen, war auch unser Fanclub vor Ort vertreten. Ein besonderer Höhepunkt in diesem Jahr bildeten die Bootsfahrt auf dem Tegernsee am Mittwoch und der Mannschaftsabend. Die zweistündige Schifffahrt mit Verantwortlichen unseres Lieblingsvereins war nur für Mitglieder und schon nach kurzer Zeit ausgebucht – Missionare waren dabei. Das erste Testspiel während des Trainingslagers fand am Donnerstag im Stadion am Birkenmoos in Rottach-Egern statt. Unsere Fanclubfahne fand ein Plätzchen am Zaun und etwa 2500 Zuschauer wollten den Test gegen den FC Augsburg sehen. Im Tor stand Tobias Sippel, die Abwehr bildeten Oscar Wendt, Tobias Strobl, Tony Jantschke und Jordan Beyer, das Mittelfeld besetzten Christoph Kramer, Florian Neuhaus und Jonas Hofmann sowie im Sturm standen Raffael, Fabian Johnson und Ibrahima Traore. Den Schwaben gelang durch Cordova Mitte der ersten Halbzeit die Führung und außer einigen guten Torchancen gelang unseren Fohlen in der ersten Halbzeit noch nicht der Ausgleich. Es folgten Wechsel, so kamen für Tony Jantschke, Oscar Wendt, Christoph Kramer und Fabian Johnson die Spieler Florian Mayer, Andreas Poulsen, Laslo Benes und Keanan Bennetts. Wenig später erzielte Tobias Strobel den Ausgleich und kurz darauf Jonas Hofmann den Führungstreffer. Unser Trainer Dieter Hecking testete dann noch Patrick Herrmann, Torben Müsel und Mandela Egbo, die für Raffael, Laslo Benes und Ibrahima Traore auf den Rasen durften. Am Spielstand veränderte sich nichts mehr und so gewannen unsere Fohlen diesen Test bei sommerlichen Temperaturen. Die nächsten Tage wurden die Trainingseinheiten besucht und die Umgebung erkundet. Am Ende des Trainingslagers, sozusagen auf dem Heimweg, ging es zum Testspiel nach Herzogenaurach. Auf dem Sportplatz des Gymnasiums Herzogenaurach im Stadtteil Weihersbach trafen unsere Fohlen auf den Zweitligisten FC Ingolstadt. Vor etwa 1000 Zuschauern fand unsere Fanclubfahne einen Platz an einem Übungstor und bei schönem Wetter begannen im Tor stand Moritz Nicolas, die Abwehr bildeten Andreas Poulsen, Matthias Ginter, Nico Elvedi und Mandela Egbo, das Mittelfeld besetzten Christoph Kramer, Denis Zakaria und Torben Müsel sowie im Sturm standen Patrick Herrmann, Alassane Plea und Keanan Bennetts. Nur ein Wechsel fand in der ersten Halbzeit statt, so gab es nach etwas mehr als einer halben Stunde die Auswechslung von Nico Elvedi, für in durfte Florian Mayer auf den Rasen. Ein Spiel mit einigen Höhepunkten wurde geboten, leider blieben die Tore in der ersten Hälfte aus. Unser Trainer Dieter Hecking nutzte das Testspiel und tauschte in der zweiten Hälfte sieben Mal. Mit Beginn des zweiten Durchgangs brachte er Florian Neuhaus für Denis Zakaria und etwa eine Viertelstunde später Tony Jantschke, Jonas Hofmann und Tobias Strobel für Matthias Ginter, Christoph Kramer und Alassane Plea. Die Bayern aus der Autostadt gingen durch Leipertz in Führung, der wenig später die Chance zum Ausbau vergab. Leider landete der Kopfball von Torben Müsel an der Querlatte und nicht zum Ausgleich im Tor. Wenig später wechselte Trainer Dieter Hecking Torben Müsel, Patrick Herrmann und Keanan Bennetts aus und brachte mit Raffael, Fabian Johnson und Oscar Wendt neue Kräfte. Leider gelang den Fohlen und auch den Schanzern kein weiterer Treffer und so blieb es beim Sieg für die Ingolstädter. Im Anschluss ging es nicht nur für die Mannschaft nach Hause und wieder endete ein schönes Trainingslager viel zu schnell, hier einige BILDER

Wintertrainingslager 2019 in Jerez de la Frontera

Für das Wintertrainingslager 2019 entschied sich die Vereinsführung unserer Borussia aus Mönchengladbach für das “Barcelo Montecastillo Golf Resort” im andalusischen Jerez de la Frontera. Die Stadt Jerez gehört zur Provinz Cadiz und hat mehr als 200 000 Einwohner. Der Namenszusatz „an der Grenze“ (de la Frontera) weist die Region als lange umkämpftes Gebiet zwischen Mauren und Christen aus, ein genaues Gründungsjahr ist nicht bekannt. Bekannt ist die Stadt durch seinen Wein, der um Jerez seit mehr als 3000 Jahre produziert wird. Der Berühmteste ist der Likörwein Sherry. Der Name ist eine Ableitung des alten arabischen Namens der Stadt Jerez, die seinerzeit Scherez ausgesprochen wurde. Die Engländer leiteten daraus das Wort Sherry ab und machten diesen im 18. Und 19.Jahrhundert weltweit bekannt. Des Weiteren ist die Stadt durch ihre königlich-andalusische Reitschule und der Motorsport-Rennstrecke Cercuito Permanente de Jerez bekannt. Die Rennstrecke wurde 1986 für den Großen Preis von Spanien als Formel-1-Rennstrecke mit einer Strecke von 4,428 Kilometern gebaut. Der erste Gewinner war der Brasilianer Ayrton Senna 1986. Da die erwarteten Zuschauerzahlen ausblieben, wurde der Große Preis von Spanien 1990 nach Barcelona verlegt. Bis 1990 gewannen den Großen Preis von Spanien in Jerez de la Frontera noch Nigel Mansell (1987), Alan Prost (1988), Ayrton Senna (1989) und Alan Prost (1990). 1994 erfolgte ein Umbau der Strecke und in dem Jahr wurde der Große Preis von Europa dort ausgetragen, den Michael Schumacher gewann. Das letzte Formel-1-Rennen fand als Großer Preis von Europa 1997 statt, gewonnen hatte es Mika Häkkinen. Seither wird die Rennstrecke nur für Testfahrten benutzt und dem jährlich stattfindenden Großen Preis von Spanien der Motorrad Weltmeisterschaft. Die Rennstrecke grenzt unmittelbar an das Gelände des Barcelo Montecastillo Golf Resort an.  Vom 05.01.-12.01.2019 schlug dort die komplette Profimannschaft, ohne die Verletzten Raffael und Mamadou Doucoure sowie der U23-Nachwuchsmannschaft, ihre Zelte auf. 25 Borussenfans aus der Mitte der neuen Bundesländer folgten ihnen in drei Gruppen. Eine zweiköpfige Vorhut reiste, wie die Mannschaft am Samstag an, aber ab Hamburg, und eine sechsköpfige Gruppe am Sonntag mit einem Flieger aus Hahn, ehe der Großteil erst am Montag aus Berlin kam.  

Samstag

Mit dem Zug reisten die beiden Missionare mit den eigens für das WTL angefertigten T-Shirts mit einem Zusatzgewicht von fast sechs Kilogramm, zum Glück hatten sie genügend Freigepäck, nach Hamburg und trafen auf dem Helmut-Schmid-Flughafen neben Borussen auch Anhänger des 1.FC Magdeburg, darunter auch sportliche junge Leute. Im Flieger fiel einer besonders auf. Dieser hatte sich noch Schnaps gekauft und unter dem Deckmantel der Flugangst während des Starts diesen konsumiert. Der Alkohol zeigte seine Wirkung und es kam zu mehrfachen Beleidigungen unterhalb der Gürtellinie an Mitfliegende aus den alten Bundesländern. Die Flugbegleiter drohten mit einer Zwischenlandung auf Kosten des Magdeburgers und nur mit Hilfe seiner Freunde konnte dies verhindert werden. Ohne Zwischenfälle erfolgte die Einreise und es ging mit dem Bus ins Hotel, wo bereits andere Borussen an der Bar warteten. Bis weit nach Mitternacht wurden bei Cruzcampo, Wein und Sangria Gespräche geführt.

Sonntag

Während die sechsköpfige Reisegruppe mit dem Mietwagen in den Hunsrück unterwegs war, der ehemalige Militärflughafen ist nicht an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen, ging es für die zweiköpfige Vorhut zum Training. Leider gab es da mit den Mitfahrgelegenheiten zum zehn Kilometer entfernten Trainingsort noch ein paar Unstimmigkeiten und per pedes wäre man über zwei Stunden dorthin unterwegs. Zum Glück sind die Preise für ein Taxi erschwinglich und eine Fahrt zum Golf Resort kostete 16€. Auf Wunsch des Hotels mussten man sich an einem Tor treffen, wo alle Borussen rechtzeitig waren, um gemeinsam zum Trainingsplatz zu laufen. Der Raureif lag noch auf dem Grün während die Fanclubfahne angebracht wurde und bei Sonnenschein, aber bei noch kühlen Temperaturen wurde das Training beobachtet. Leider gab es keine Getränkeversorgung und auch für die Notdurft gab es keine offizielle Möglichkeit am Trainingsgelände. Dazu musste man erst wieder hinauf zum Hotel laufen. Nach dem Training wurden Autogramme gesammelt und Fotos gemacht, ehe es zurück ins Hotel ging. Für das Nachmittagstraining gab es dann einen besseren Abfahrplan. Leider wollten dieses Training aber nicht weniger Borussen sehen, gaben dies aber nicht an Tower weiter. So machte er eine Leerfahrt und war deutlich enttäuscht. Es wurden daraufhin die Mitfahrer beim Fanprojekt namentlich festgelegt. Unsere Fanclubfahne fand ein Plätzchen und das Training wurde beobachtet, mitgebrachte Kaltgetränke konsumiert und Fachgespräche geführt, schließlich sind wir ja alle „Trainer“. Während des Sonnenuntergangs endete dieses Training und die Fußballspieler gaben geduldig Autogramme und ließen sich fotografieren. Fast alle liefen hinauf zum Hotel und so konnte der ein oder andere noch persönliche Gespräche auf dem Weg führen. Am Abend kam die zweite Gruppe an und ging zum Inder. Dort traf man sich, um gemeinsam den Abend zu genießen.

Montag

Der Streik des Sicherheitsmitarbeiter an den Flughäfen in Berlin traf unsere große Reisegruppe. Mit über drei Stunden Verspätung ging ihr Flieger unter chaotischen Umständen nach Malaga, während die Missionare in Jerez ausschliefen. Zum „Anschwitzen“ ging am Vormittag keiner, dafür begaben sich einige aber in die Stadt. Mit dem Taxi ließ man sich für 6€ zum Plaza del Arenal bringen und von dort aus ging es zur maurischen Festung und zur Kathedrale. Da am Nachmittag das Testspiel gegen den 1.FC Magdeburg anstand, gingen sie nicht in die Sehenswürdigkeiten, da die Zeit nicht ausreichte, um diese zu besuchen. Lediglich Zeit für den Aufstieg auf den Glockenturm nahmen sie sich. Bevor sie die 100 Stufen emporstiegen, entrichteten sie den Eintritt in der Kathedrale. Nach dem Ausblick ging es durch die Altstadt per pedes zurück zum Hotel. Dabei sahen sie männliche Spanier, die ungeniert an den Kirchen und Mauern ihre Harnblase entleerten, dies ist schon eine komische Art, entsprechende Gerüche begleiteten ihren Weg. Pünktlich ging es dann zum Trainingsgelände unserer Borussia. Wo man viele bekannte Trainingslagerfahrer traf und auch einige Borussen mit ihren bekannten Zaunfahnen waren da. Im Vorfeld gab es aus Sicherheitsgründen einige Absprachen und auch über einen Ausschluss der Öffentlichkeit wurde nachgedacht. Zum Glück durfte man hin und so gab es eine Art Fantrennung. Die Borussen mussten sich eine Stunde vor Spielbeginn einfinden und die Trennlinie war das kleine Gebäude am Platz. Die Fahnen wurden angebracht und ein Plätzchen gesucht. Wenig später kamen die Anhänger des 1.FC Magdeburg, die unter anderem Fahnen mit dem Schriftzug „Bernburg“ und „Alt-Staßfurt“ anbrachten. Etwa 350 Zuschauer sahen das Testspiel, in dem die Borussen nach zehn Minuten durch Denis Zakaria den ersten Treffer erzielten. Nach einem Fehler in der Abwehr konnte Magdeburgs Türpitz Mitte der ersten Halbzeit ausgleichen. Es gab noch Chancen auf beiden Seiten, aber bis zur Halbzeit fiel kein Tor mehr. In der ersten Halbzeit standen folgende Borussen auf dem Rasen: im Tor Sommer, in der Abwehr Johnson, Ginter, Elvedi und Poulsen, im Mittelfeld Bénes, Hofmann und Zakaria sowie im Angriff Traoré, Plea und Bennetts. Unser Trainer Dieter Hecking wechselte komplett und setzte so 22 Spieler bei diesem Testspiel ein.

In der zweiten Halbzeit setzte unser Trainer auf folgende Borussen: im Tor auf Sippel, in der Abwehr auf Lang, Beyer, Jantschke und Wendt, im Mittelfeld auf Strobl, Neuhaus und Cuisance sowie im Angriff auf Herrmann, Drmic und Müsel. So gab es Chancen in der zweiten Halbzeit für Florian Neuhaus, Dr.Mic und Michael Cuisance, aber entweder gingen die Bälle vorbei oder Magdeburgs Torwart Alexander Brunst war zur Stelle. Etwa zehn Minuten vor Schluss nutzte Magdeburgs schwarze Perle Manfred Osei Kwadwo seine Chance und traf per Kopfball zur Führung. Lediglich ein Kopfball von Torben Müsel gelang unseren Fohlen bis zum Abpfiff, der Ausgleich wollte nicht fallen. Die Zaunfahnen wurden kurz vor dem Spielende abgemacht und ohne Zwischenfälle ging es zurück zum Hotel. Dort konnte man ein interessantes Naturschauspiel beobachten, Schwärme von Vögeln umkreisten das Hotel und zeigten interessante Formen in der Luft. Am Abend traf dort auch die fehlende Reisegruppe ein, die durch die dreistündige Fahrt von Malaga entlang der Küste nach Jerez nicht mehr rechtzeitig zum Testspiel kamen, schade. Gemeinsam wurde der Abend verbracht.

Dienstag

Es gab wohl doch am Vormittag ein Straftraining, da es aber hieß, die Spieler hätten frei, nutzten die Missionare diesen Tag zur Erkundung der Umgebung. Einige machten sich mit dem Leihwagen auf den Weg nach Gibraltar und andere mit dem Zug oder den Taxen auf den Weg nach Cadiz, eine der ältesten Städten Westeuropas. Auf der damaligen Insel wurde entsprechend einer Legende die Stadt durch Hercules gegründet, geschichtlich durch phönizische Kaufleute als Festung – Gadir, da sie die günstige Lage erkannten. Erst im 17.Jahrhundert wurde aus der Insel eine Halbinsel. In Cadiz setzte sich eine Gruppe zur Mittagszeit an den westlichsten Strand der Stadt mit Blick auf die ehemalige Inselfestung und den atlantischen Ozean und die andere entdeckten die Innenstadt und bestiegen den Aussichtsturm Torre Tavira sowie genossen sie den Tag an einem anderen westlichen Strand. Am Abend kam auch die dritte Gruppe noch mit dem Leihwagen auf einen Kurzbesuch vorbei. Am Abend fanden sich alle wieder im Hotel an der Bar ein und werteten ihre Erlebnisse bis zum Schankschluss aus.

Mittwoch

Nach dem Frühstück ging es zum Trainingsgelände. Die Fanclubfahnen wurden angebracht und die Trainingseinheit beobachtet, gefachsimpelt und Fotos gemacht. Nach dem Training gab es wieder Autogramme und Fotos und während ein Teil der Borussen zurück nach Jerez fuhr, blieb der andere vor Ort. Die Borussen genossen dort den schönen Tag bis zur Trainingseinheit am Nachmittag. Während einige Tapas probierten oder das Leben genossen, ruhten sich andere aus, ehe bei Sonnenschein sie sich wieder im Golf Resort trafen. So nah an der Mannschaft zu sein, ist schon etwas besonderes und so erfreuten sich die Borussen an den wechselnden Übungen der Profis. Wer noch nicht von jedem Spieler ein Autogramm oder ein Foto hatte, hatte nach dem Training wieder die Chance darauf. Es konnte immer passieren, dass ein Spieler mit einem Golfwagen chauffiert wurde oder vorzeitig unbemerkt das Training verlies. Am Abend gingen einige Missionare zum Inder zum Abendessen, andere fanden eine interessante Bar und erfreuten sich an Longdrinks und Cocktails.

Donnerstag

Das Training am Vormittag wollte kaum ein Borusse verpassen, denn am Ende der Trainingseinheit stand das traditionelle Foto mit der Mannschaft auf dem Plan. So waren viele Borussen pünktlich am Platz, beobachteten das Training und am Ende fand jeder einen Platz für das Foto vor der Hebebühne. Natürlich wurden danach wieder Fotos gemacht und Autogramme gesammelt, ehe es zurück ins Hotel ging. Die Pause zwischen den Trainingseinheiten nutzten 2 Borussen und liehen sich im Hotel Fahrräder aus, um Jerez mit dem Drahtesel zu erkunden. Andere ließen sich mit Taxen in die Stadt bringen oder gingen zu Fuß dorthin. Die Stierkampfarena versteckt sich in der Bebauung, konnte aber gefunden werden. Ob es noch Stierkämpfe dort gibt, ist nicht bekannt. Viele Borussen verzichteten auf die Trainingseinheit am Nachmittag und blieben in der Stadt. Von denen, die beim Training waren, machten sich einige dann auf dem Weg nach Sevilla, um dort das Pokalhinspiel der Copa del Rey zwischen Betis Sevilla und Real Sociedad San Sebastian zu sehen. Am Ende des Trainings freute sich ein Missionar besonders, denn er erhielt persönlich von Yann Sommer die Torwarthandschuhe, die dieser hier im Training benutzt hatte. Dies Souvenir war anschließend heiß begehrt und sogar Mitarbeiter des Fanprojekts machten ein Foto damit. An diesem Abend nutzten einige Missionare trotz Halbpension im Hotel das Angebot nicht und gingen lieber zum Inder. Okay, eine Auswahl an warmen Essen am Abend gab es nicht. Es gab Salat zum selbst zusammenstellen, eine Suppe und ein warmes Essen, wo man nicht wusste, was es ist, da es keine Schilder mit der jeweiligen Bezeichnung gab. Während die einen beim Inder waren, fanden andere ein kleines nettes Tapasrestaurant und anschließend gingen sie noch in die Cocktailbar, ehe alle sich wieder an der Bar im Hotel trafen. Für den Großteil war es der letzte Abend in Spanien und so blieben die meisten bis zum Schankschluß.

Freitag

Das „Anschwitzen“ besuchte kein Missionar, denn die erste Reisegruppe verabschiedete sich schon nach dem Frühstück. Ihre Rückreise führte sie von Jerez nach London, wo sie noch einen fünfstündigen Aufenthalt hatten, ehe sie nach Deutschland kamen. Um elf Uhr fuhr dann der Bus nach La Linea de Concepcion, wo das Testspiel gegen den belgischen Erstligisten von Standard Lüttich stattfand. Die Stadt hat eine Grenze mit dem britischen Überseegebiet Gibraltar. Britische Überseegebiete sind Gebiete, die nicht Teil Großbritanniens sind, aber offiziell unter dessen Souveränität stehen. Seit 1704 steht die Halbinsel an der Südspitze der iberischen Halbinsel unter dieser Souveränität und wurde 1713 im Frieden von Utrecht offiziell von Spanien abgetreten. Da noch genügend Zeit für einen Besuch war, ging es schnell zur Passkontrolle und über das Rollfeld des Flughafens in die Stadt mit dem durchlöcherten Felsen. Leider reichte die Zeit nicht aus, um sich das britische Überseegebiet  umfangreich anzusehen und so lief man durch das Stadtgebiet. Einige blieben in den Pubs, manch einer nutzte die Schwebebahn und fuhr auf den „Affenfelsen“. Dort konnte man die Ankunft eines U-Boots verfolgen und wie es an die Pier mittels Schlepper gebracht wurde. Leider konnte unsere große Reisegruppe nicht mehr den Anstoß des Testspiels sehen, ihr Bus zum Flughafen nach Malaga startete eine Stunde vor Anpfiff. Während diese im Bus saßen, betraten Yann Sommer im Tor, Michael Lang, Matthias Ginter, Nico Elvedi und Oscar Wendt in der Abwehr, Tobias Strobl, Denis Zakaria und Jonas Hofmann im Mittelfeld und Thorgan Hazard, Alassane Plea und Lars Stindl im Sturm den Rasen des Estadio Municipal La Linea de la Concepcion. Etwa 250 Zuschauer nahmen auf den Betonsitzen Platz, einige durften sich Bier aus der Stadionrestaurant im Becher mitnehmen und jederzeit das Stadion verlassen, um sich wieder Getränke zu holen. Im Spiel am Nachmittag zwischen dem 1.FC Magdeburg und dem Karlsruher SC gab es noch Getränke aus Flaschen im Stadion, tja, warum nun nicht mehr, ist nicht bekannt. Unsere Fohlen waren bemüht, aber nicht zielstrebig. Die Belgier versteckten sich nicht und konnten Mitte der ersten Halbzeit einen Konter mit dem Treffer für Renaud Emond vollenden. Die Fohlen reagierten und Jonas Hofmann setzte mit einem Pfostentreffer kurz vor der Halbzeit ein Zeichen. Unser Trainer Dieter Hecking reagierte in der Halbzeit und schickte Patrick Herrmann, Christoph Kramer und Louis Beyer für Michael Lang, Tobias Strobl und Lars Stindl auf den Platz. Wirklich zwingende Chancen konnten sich auch diese elf Spieler nicht erarbeiten und so passierte es nach mehr als einer Stunde, dass die Belgier durch einen sehenswerten Treffer von Paul-Jose Mpoku ihre Führung ausbauten…es hätte noch ein weiterer Treffer für die Belgier fallen können, die Chancen hatten sie. Auch die Einwechslungen von Michael Cuisance und Josip Drmic für Jonas Hofmann und Thorgan Hazard führten nicht zu nennenswerte Chancen. So blieb es bei 2:0 für Standard Lüttich und unsere Fohlen verloren auch das zweite Testspiel im Süden Spaniens. Die Abfahrt des Busses nach Jerez verzögerte sich noch, da einige der Meinung waren, sie könnten sich für die Rückfahrt noch Fastfood holen und so für Unzufriedenheit sorgen. Während die Missionare im Landeanflug auf Berlin waren, erreichte der Bus das Hotel und an der Bar fand der Tag wieder seinen Ausklang.

Samstag

In den Morgenstunden kamen die meisten Missionare wohlbehalten zu Hause an. Die letzten Missionare packten ein paar Stunden später ihre Koffer, wobei ein Missionar sich entschied, noch ein paar Tage die angenehmen Temperaturen zu genießen und Madrid zu besuchen. Man verbrachte noch ein paar Stunden gemeinsam in der Innenstadt von Jerez, ehe der Bus für die Borussen zum Flughafen ging. Dort trafen sie noch Anhänger des 1.FC Magdeburg, mit denen sie sich unterhielten, ehe auch sie im Sonnenuntergang den Süden Spaniens verließen. Eine Stunde vor Mitternacht erreichte der Flieger das verregnete Hamburg und nach einer Nacht in der Hansestadt reisten sie mit der unterschiedlichen Zügen nach Hause und waren glücklich das Wintertrainingslager besucht zu haben.

Sommertrainingslager 2019 in Rottach-Egern

Einen Bericht gibt es nicht, aber Bilder…