Besondere Momente

Fanclubstufe in der Stadt- und Kathedralkirche Köthen (2008)

Auf den Reisen zu Spielen unserer Borussia aus Mönchengladbach blieben häufig Pfandflaschen am Ende zurück. Keiner wusste mehr, wessen Pfand dies war. So wurden die Flaschen abgegeben und das Geld separat gelegt. Als zur Sanierung der um 1400 mit dem Bau begonnenen Köthener St.Jakobskirche Treppenstufen hinauf zur Brücke der Doppeltürme symbolisch zum Erwerb angeboten wurden, reifte die Idee, sich als Fanclub auf einer solchen Stufe zu verewigen. Die dazu notwendigen 250€ kamen durch Pfandflaschen und kleiner Spenden befreundeter Borussen zusammen, die diese Idee unterstützten und so ziert nun dort eine Stufe den Namen unseres Fanclubs. Der Pfarrer Lauter lud den Fanclub zum Besuch des Wahrzeichens der Stadt ein und zeigte ihnen neben der evangelischen Kirche und der Stufe auch die Fürstengruft mit 40 erhaltenen Prunksärgen des Fürstentums Köthen-Anhalt.

Eröffnung der Hans-Meyer-Arena in Güsten (24.01.2011)

Am Montag nach der Heimspielniederlage gegen Vizekusen machten sich mehrere Missionare und Borussiafreunde auf den Weg in die Stadt im Tal der Wipper. Trotz vieler Umleitungen, bedingt durch das Hochwasser der Saale, ließen sich die Borussen die Fanfeier mit dem Fernsehsender Sport 1 und Überraschungsgästen nicht entgehen, zu welchem die Freunde des Fanclubs „Ränzelstecher“ eingeladen hatten. Früher hatte die Stadt für die „Kanonenbahn“, militärische Eisenbahnstrecke zwischen Berlin und Metz, eine große Bedeutung. Durch die Lage nördlich der Harzausläufer, waren hier die Lokomotiven für die Harzquerung stationiert. Den Gegenstandort, der an den südlichen Harzausläufern liegt, bildete Sangerhausen. Eine Teilstrecke führte von Güsten über Sangerhausen nach Nordhausen. Aus diesen Städten reisten auch Mitglieder der dort ansässigen Fanclubs an, die Kyffhäuser- und Südharzfohlen, sogar aus Borna folgten Mitglieder der Starken Sachsen der Einladung. Für alle hatte sich die Anreise gelohnt. Der ehemalige Gladbacher Trainer Hans-Joachim Meyer, der unter anderem auch Trainer beim FC Carl Zeiss Jena, FC Rot Weiß Erfurt, FC Karl Marx Stadt und Twente Enschede war, schaute ebenso vorbei, wie die Gladbacher Torwartlegende Wolfgang Kleff, der verletzungsbedingt den 5.Meistertitel verpasste sowie einmal den DFB-Pokal und einmal den UEFA-Cup holte. Seinen Spitznamen „Otto“ bekam Wolfgang Kleff wegen seiner früheren Ähnlichkeit zum Original und im Film Otto – Der Film („Haar will atmen“) hatte er sogar eine Gastrolle. An diesem Abend wurde viel erzählt, diskutiert und gelacht. Mit seinen oft sarkastischen Aussagen erfreute der mittlerweile 68-jährige Hans Meyer die angereisten Fans. Ein weiterer Höhepunkt war die Einweihung der „hans-meyer-arena“ im Garten des Ränzelstecher Heiko. Hans Meyer gab dabei unter anderem zum Besten: „Große Firmen geben den Clubs für verdammt viel Geld ihren Namen…Ich würde meinen für 3 Bratwürstchen geben.“. Der 64-jährige Wolfgang Kleff ließ es sich nicht nehmen, das Eröffnungsspiel zu bestreiten. Gemeinsam wurde anschließend bis spät in die Nacht ausgelassen gefeiert, bis auch diese gelungene Feier endete.

Mithilfe des Fanclub dürfen 2015 Kinder des TSV Aken mit den Profis auf den Rasen

Das 98-ste Derby gegen die Domstädter wurde auf den diesjährigen Karnevalssamstag gelegt, der auch noch der Valentinstag war. “DAS SPIEL” der Saison hatte einen besonderen Höhepunkt. Mithilfe unseres Fanclubs kam es vorher zum Testspiel der F-Jugend des TSV Elbe Aken aus unserer Region gegen die U9 unserer Borussia auf dem Trainingsgelände in Mönchengladbach. Gemeinsamen gingen sie mit den Profimannschaften vor Spielbeginn auf den „heiligen“ Rasen”. So reisten 2 Busse zu diesem Derby. Der Tag begann 2 Stunden nach Mitternacht für die jungen Kicker des TSV Aken mit seinen Eltern, den Busfahrern Frank und Michael sowie einigen Missionaren. Während die ersten Fahrtteilnehmer sich am Treffpunkt einfanden, musste um diese Uhrzeit ein Missionar eine Verkehrskontrolle mitmachen und so verzögerte sich etwas die Abfahrt. Die Fahrt bis zum „Übernachtungstempel“ in Rheydt verlief problemlos obwohl man die Vorfreude und Aufregung der Kinder im Bus spürte. Nach kurzem Aufenthalt im Hotel ging es weiter zum Fanshop und dann zum Stadion am Borussiapark. Dort war unter der Woche gerade neuer Rollrasen verlegt wurden, was ein Grund dafür gewesen sein kann, dass das Testspiel der jungen Menschen gegen die U9 unserer Borussia auf dem Trainingsgelände stattfand. Das Spiel zeigte eine überlegene und strukturiert spielende Mannschaft, wobei das Ergebnis nebensächlich war, denn der große Auftritt der Kinder aus Aken mit Besuch des Stadioninneren beschäftigte sie wohl zu sehr. Mittlerweile war der zweite Bus am Stadion eingetroffen, man begrüßte sich und führte Gespräche ehe es gemeinsam ins Stadion oder zum Fanhaus ging. Nachdem die Banner platziert waren, entdeckte man die „Einlaufkinder“, die sich vor dem Spiel schon einmal auf die Ersatzbank setzen durften. Pünktlich kamen sie mit den Profifußballern wieder auf den Platz und über der Nordkurve wurde dabei eine Choreographie gezeigt. Der Gästeblock beteiligte sich beim Derby mit einer Pyroshow. Am Ende des Spiels war die Freude über den Derbysieg riesig. Für den einen Bus ging es im Anschluss zurück nach Anhalt und für die anderen ins Hotel. Am Sonntag startete der in Mönchengladbach verbliebene Bus nach dem Frühstück. Es ging aber noch zum Trainingsgelände unserer Fohlen. Dort sahen die jungen Spieler des TSV Elbe Aken mit den mitgereisten Borussen sich noch eine Trainingseinheit der Profimannschaft auf dem Platz an, auf dem sie am Vortag selbst gespielt hatten. Nach dem Training gab es noch Autogramme und Fotos, ehe es zur Mittagszeit soweit war und die Heimreise angetreten wurde. Ohne Stau und andere Zwischenfälle erreichten alle glücklich ihr zu Hause und wieder endete eine schöne Fahrt.