Mission 2017-02-07 DFB-Pokal Achtelfinale in Fürth (0:2)

Die Losfee Fabian Hambüchen, Olympiasieger am Reck 2016 in Rio de Janeiro, bescherte uns eine Reise ins Knoblauchsland.

Dies ist die Bezeichnung eines Gemüseanbaugebietes im Städtedreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen, zu dem unter anderem die Fürther Ortschaften Ronhof und Popenreuth gehören. Aber nicht das Gemüse war das Ziel, sondern der “Sportpark Ronhof Thomas Sommer” im mittelfränkischen Fürth, wo der Zweitligist Spielvereinigung Greuther Fürth seine Heimspiele austrägt. Seit Februar 2016 besitzt für 5 Jahre der in Fürth geborene Immobilienhändler Thomas Sommer die Namensrechte am Stadion und als Fan sichert er so den Erhalt des Traditionsnamens. Das Stadion wird peu a peu modernisiert. Seit 2012 hat die Südkurve mit dem Gästebereich ein Dach und derzeit wird die Haupttribüne erneuert. Im Jahre 1903 wurde im Turnverein Fürth 1860 die Fußballabteilung als Spielvereinigung Fürth gegründet, die sich 1906 aus diesem herauslöste und in den Jahren 1914, 1926 und 1929 sogar den Gewinn der deutschen Meisterschaft feierte, welche durch die 3 Sterne im Vereinswappen dargestellt werden. Der Verein spielte bis zur Gründung der Bundesliga erstklassig, qualifizierte sich aber durch die schlechte Platzierung 1963 nicht dafür. 20 Jahre waren sie dann zweitklassig und stiegen hochverschuldet 1983 ab. Am 18.Dezember 1983 traf die drittklassige SpVgg Fürth im Achtelfinale des DFB-Pokals auf unsere Fohlen. Schon damals fand das Spiel im Sportpark Ronhof statt, der aus finanziellen Gründen zu der Zeit gerade an den Eigentümer von Playmobil verkauft wurde. Das Spiel endete 6:0 für unsere Fohlen und unsere Fohlen schafften es bis ins Finale des DFB-Pokals im Frankfurter Waldstadion. Dieses endete nach der regulären Spielzeit Unentschieden und ging leider gegen den FC Bayern München mit 7:6 im Elfmeterschießen verloren. Für die SpVgg Fürth ging es vier Jahre späte noch tiefer. 1991 erfolgte der Aufstieg in die Drittklassigkeit und im Jahre 1996 der Anschluß des erfolgreichen bayrischen Amateurvereins TSV Vestenbergsgreuth und die Umbenennung zur SpVgg Greuther Fürth. So schaffte es der Ort Vestenbergsgreuth mit nicht mal 2000 Einwohner im Namen zu bleiben, denn in Fürth leben immerhin über 125000 Einwohner. Vestenbergsgreuth wird als Markt im Landkreis Erlangen bezeichnet, wobei eine bayrische “Markt”gemeinde eine Bezeichnung für einen Ort mit Marktrecht ist. Gleich nach der ersten Saison feierte man dank der Greuther den Aufstieg in die 2. Bundesliga und im jahr 2012 sogar den Aufstieg ins Oberhaus. Nach nur einem Jahr stieg man ohne Heimsieg und lediglich 21 Punkten wieder ab und ist seitdem Zweitklassig. In diesen Zeiten trafen unsere Fohlen 9 mal auf die Kleeblätter und sind mit 7 Siegen und 2 Unentschieden ungeschlagen. Diese Serie sollte an diesem Februarabend fortgeschrieben werden und so machten sich mehrere Missionare auf in die im Jahre 1007 wohl an einer Furth durch die Rednitz gegründete Stadt. Viele von ihnen fanden auf dem Parkplatz von Ikea, welcher als Gästeparkplatz ausgeschildert war, ein freies Plätzchen. Manche nutzten die Chance für einen Imbiss,andere fanden ein Lokal. Am Ende trafen sich alle im Gästebereich und nachdem die Banner angebracht waren, genossen sie das leichte Bier im mit 12336 Zuschauern nicht ausverkauften Stadion.

Zum Spiel:Unser Trainer Dieter Hecking musste verletzungsbedingt auf Raffael verzichten, dafür lief Josip Drmic auf den Rasen und für André Hahn kam Fabian Johnson. Unsere Fohlen übernahmen die Kontrolle und die Hausherren warteten ab. Die erste Chance hatte Oscar Wendt, sein Schuss traf den Pfosten. Wenig später vollendete Oscar Wendt und im Gästeblock gab es kein Halten mehr. Danach hatten die Hausherren durch Gießelmann eine gute Schussmöglichkeit, zum Glück schoss er vorbei. Kurz darauf ging der Fürther Pinter mit gestrecktem Fuß in den Zweikampf mit Christoph Kramer und Schiedsrichter Dankert zog zurecht die Rote Karte. Nun hatten die Fohlen durch die Überzahl und der Führung das Spiel im Griff und kamen zu Chancen durch Thorgan Hazard, der am stark reagierenden Torwart Burchert scheitert, wie Sekunden später Josip Drmic, der alleine aufs Tor lief und den Torwart nicht überwand. Den anschließenden Eckball köpfte Andreas Christensen knapp übers Tor. Zum Glück holte etwas später ein Fürther Thorgan Hazard im Strafraum von den Beinen und der Pfiff von Schiedsrichter Dankert schallte durchs Stadion. Als sich der Belgier das Spielgerät schnappte, wurde es etwas unruhig im Gästeblock, aber statistisch hält sich die Weisheit hier die Waage. Thorgan Hazard verwandelte sicher und mit dem 2:0 ging es in die Pause.

Dass die in Unterzahl agierenden Fürther einen Zwei-Tore-Rückstand aufholen sollten, daran glaubte kaum einer und so verflachte das Spiel. Die Fohlen vergaben durch Josip Drmic eine gute Möglichkeit und sogar die Hausherren kamen zu einer Chance. So parierte Yann Sommer im Tor unserer Fohlen den Ball von Zulj und der Nachschuss von Sarerer flog ans Außennetz. Etwa zehn Minuten vor Spielende feierte Laszlo Benes sein Debüt und wenig später vergab der eingewechselten Patrick Herrmann eine gute Möglichkeit. Ohne weitere Tore endete pünktlich das Spiel und unsere Fohlen stehen Viertelfinale des DFB-Pokals. Berlin,Berlin,wir träumen von Berlin!!!

Fazit: Konzentriert gewonnen und souverän ins Viertelfinale eingezogen!

Man feierte nach dem Spiel das Weiterkommen noch mit der Mannschaft, ehe man sich schon im Stadion von den Borussen verabschiedete, da die meisten so schnell wie möglich wieder nach Hause wollten. Recht gut kam man vom Gästeparkplatz los und durch die Nebelbänke und gegen 3 Uhr erreichten die Anhalter glücklich durch den Auswärtssieg ihre Heimat. Mal sehen, ob die Losfee ein Heimspiel für unsere Fohlen im Viertelfinale zieht. Borussia zog souverän und ungefährdet ins ein. Eine konzentrierte Leistung im ersten Durchgang reichte aus, um Fürth deutlich in die Schranken zu weisen.