Invasion in Heidenheim (0:3) am 22.11.2025
Der elfte Spieltag der Saison 2025/26 ließ uns in den Osten des Bundeslandes Baden-Württembergs an die Grenze zu Bayern reisen. Es ging Heidenheim am nordöstlichen Ende der Schwäbischen Alb am Fuß des Hellensteins, einem Mittelzentrum mit 50 000 Einwohnern. Ein dortiger Faustkeilfund wird auf über 70 000 Jahre geschätzt, quasi besuchten schon die Homo neanderthalensis diesen Ort, nur sah er da anders aus. Eine dauerhafte Besiedlung erfolgte vor etwa 1300 Jahren. In der Zeit des Imperium Romanum entstand eine Siedlung am Schnittpunkt von fünf Römerstraßen. Es war eine der größten Siedlungen seinerzeit. Später vertrieben die Alamannen die Römer und mit dem Bau des Schlosses auf dem Hellenstein um 1000 kam es auch zur Gründung der mittelalterlichen Stadt. Das Stadtwappen zeigt einen bärtigen Heidekopf mit den Farben blau und rot. Die Stadt pflegt unter anderem eine Städtepartnerschaft seit 1991 mit der sächsischen Stadt Döbeln. Es zog die Borussen aber nicht in die Stadt oder ins Schloss, sondern ins höchstgelegene Stadion im deutschen Profifußball. Das ehemalige Albstadion, heute die Voith-Arena, befindet sich auf dem Schlossberg auf über 550 Meter über dem Meeresspiegel. Dorthin fuhren auch Missionare. Einer mit seiner Familie und den Borussenfans Bergtheim 1996. Vor Ort fand man einen Parkplatz und schon ging es ins kleine Stadion. Einen Platz für die Fanclubfahne fand man im oberen Teil mit viel Mühe, leider nutzten diesen Bereich die Ultras später auch für ihre Choreographie und sie blieb das ganze Spiel über verdeckt. So war es leider…
Voith-Arena in Heidenheim
Zuschauer: 15 000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Frank Willenborg
Tore:
0:1 Kevin Diks (EF, 45.+1)
0:2 Haris Tabakovic (55.)
0:3 Shuto Machino (76.)
Trainer: Eugen Polanski
Aufstellung
Moritz Nikolas – Joe Scally, Nico Elvedi, Kevin Diks, Jens Castrop (Tim Kleindienst – 90.+1), Luka Netz, Yannik Engelhardt (Kevin Stöger – 82.), Rocco Reitz, Florian Neuhaus (Giovanni Reyna – 73.), Franck Honorat (Robin Hack – 82.), Haris Tabakovic (Shuto Machino – 73.)
FC Heidenheim -Trainer: Frank Schmidt
Auf den Rängen blieb es 12 Minuten ruhig, um gegen geplante Beschlüsse bei der Innenministerkonferenz (IMK) am 03.12.2025 zu protestieren. Die Heimfans zeigten eine Choreographie über die Breite der Kurve mit roten Fackeln und dem Spruch „Die Jugend der Stadt brennt nur für dich allein“. Bei winterlich frostigen Temperaturen erspielten sich die Fohlen nur wenige Großchancen, die sie auch nicht nutzten. Die Hausherren versteckten sich nicht und kamen über versuchte Konter nur ins letzte Drittel ohne nennenswerten Abschluss. Kurz vor dem Halbzeitpfiff ertönte der Pfiff von Schiedsrichter Frank Willenborg. Ein Halten an Nico Elvedi hielt er für strafstoßwürdig, man kann da geteilter Meinung sein. Den Elfmeter verwandelte Kevin Dirks sicher und mit der Führung ging es in die Pause. In der Pause wurden im Gästeblock kleine Fahnen verteilt und zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde die Choreographie „DERBYSIEGER“ mit schwarz-weiß-grünen Fahnen sowie ganz oben „Nordkurve Mönchengladbach“ gezeigt. Die Hausherren drängten nun auf den Ausgleich und hatte durch einen Kopfball auch die Möglichkeit. Dies konnte Moritz Nicolas verhindern und Haris Tabakovic nutzte seine Chance und erhöhte nach schönem Kombinationsfussball. Nun erhöhten die Heidenheimer ihre Offensivaktionen, was Kontermöglichkeiten für die Fohlen brachte. Mehrere Chancen blieben ungenutzt, bis Shuto Machino seine Chance vollendete. Robin Hack und Tim Kleindienst erhielten nach ihren Verletzungen erstmals etwas Einsatzzeit. Es gab keine nennenswerten Chancen und so blieb es beim 3:0 Auswärtssieg.
Im Auto wurde sich erst einmal aufgewärmt und am Abend der Sieg im Sportlerheim noch weiter gefeiert. Am nächsten Tag ging es über den geographischen Mittelpunkt der Europäischen Union bei Würzburg und der ehemaligen Manfred-von-Brauchitsch-Kampfbahn des ehemaligen Vereins BSG Motor Rudisleben zurück nach Anhalt.
